Die 7 Phasen eines Aktionspotenzials
Aktionspotenziale sind kurze elektrische Signale in deinen Nervenzellen. Sie entstehen, wenn ein Reiz stark genug ist und das Ruhepotenzial umkehrt - wie ein elektrischer Schalter, der plötzlich umgelegt wird.
Das Ganze läuft nach einem festen Muster ab: Erst wird die Zellmembran depolarisiert (wird positiver), dann repolarisiert (wird wieder negativ). Dieser Prozess dauert nur wenige Millisekunden, aber ohne ihn könntest du weder denken noch deine Muskeln bewegen.
Phase 1-2: Ruhepotenzial und erste Depolarisation - Deine Nervenzelle wartet im Standby-Modus bei -70mV. Wird der Schwellenwert überschritten, geht's los! Die spannungsgesteuerten Natrium-Kanäle öffnen sich wie Schleusentore.
Phase 3-4: Aufstrich und Peak - Jetzt strömen Natrium-Ionen massenhaft in die Zelle. Das funktioniert nach dem Alles-oder-nichts-Prinzip: Entweder es passiert komplett oder gar nicht - wie bei einem Lichtschalter.
Phase 5-7: Repolarisation bis Ruhepotenzial - Die Natrium-Kanäle schließen sich, Kalium-Ionen strömen raus und die Natrium-Kalium-Pumpe stellt den ursprünglichen Zustand wieder her. Während der Refraktärzeit kann kein neues Signal entstehen.
Merktipp: Das Aktionspotenzial läuft wie eine Domino-Kette ab - einmal angestoßen, läuft alles automatisch durch!