Translation - Vom Code zum Protein
Jetzt wird's richtig spannend: Bei der Translation wird aus der mRNA-Sequenz tatsächlich ein Protein gebaut! Die Ribosomen funktionieren dabei wie molekulare Fabriken mit drei wichtigen Stellen: A-Stelle, P-Stelle und E-Stelle.
Vor der Translation müssen Aminosäuren aktiviert werden. Die Aminoacyl-tRNA-Synthetase sorgt dafür, dass jede Aminosäure an die richtige tRNA gekoppelt wird - wie ein perfektes Matchmaking-System.
Die Translation läuft in drei Phasen ab: Initiation startet immer mit dem Startcodon AUG (Methionin). Bei der Elongation wandert das Ribosom die mRNA entlang und fügt Aminosäure für Aminosäure zur wachsenden Peptidkette hinzu. Die Termination erfolgt, wenn ein Stopcodon erreicht wird.
Das fertige Polypeptid kann dann noch gefaltet und modifiziert werden, um das endgültige Protein zu bilden. Der ganze Prozess läuft mit hoher Genauigkeit ab und verbraucht dabei GTP als Energiequelle.
Eselsbrücke: AUG = "Anfang" und UAG, UAA, UGA = "Aus" für die Stopcodes!