DNA-Aufbau und Struktur
Stell dir die DNA wie eine verdrehte Strickleiter vor - das ist die berühmte Doppelhelix. Diese spiralförmige Struktur entsteht durch winzige Bausteine, die Nukleotide, die sich wie Perlen an einer Kette aneinanderreihen.
Jedes Nukleotid besteht aus drei Teilen: einem Zucker (Desoxyribose), einer Phosphatgruppe und einer Base. Es gibt vier verschiedene Basen: Adenin (A), Thymin (T), Guanin (G) und Cytosin (C). Diese halten die beiden DNA-Stränge durch Wasserstoffbrückenbindungen zusammen.
Das Watson-Crick-Modell beschreibt, wie sich die DNA alle zehn Basenpaare einmal um ihre eigene Achse windet. Diese rechtsgängige Spirale ist der Grund, warum wir von einer Doppelhelix sprechen - "Helix" bedeutet nämlich "gewunden".
Merktipp: Die DNA-Struktur ist wie eine verdrehte Wendeltreppe - die Stufen sind die Basenpaare und die Geländer bestehen aus Zucker und Phosphat.
DNA-Verpackung in Chromosomen
Hier wird's richtig clever: Deine DNA ist etwa zwei Meter lang, muss aber in einen Zellkern passen, der nur wenige Mikrometer groß ist. Die Lösung? Chromosomen - 46 Stück davon organisieren deine gesamte DNA.
Die DNA wickelt sich um spezielle Proteine, die Histone genannt werden. Stell dir vor, du wickelst ein langes Seil um Lockenwickler - genauso umschlingt die DNA acht Histone zweimal. Jeder dieser "Lockenwickler" mit DNA heißt Nukleosom.
Diese Nukleosomen bilden eine Perlenkette, die sich immer weiter spiralförmig verdrillt, bis am Ende das X-förmige Chromosom entsteht. Die Kombination aus DNA und Proteinen nennt man Chromatin.
Faszinierend: Ohne diese geniale Verpackungsstrategie wäre deine DNA etwa 400.000 Mal länger als der Zellkern breit ist!