Die vier Strukturebenen der Proteine
Proteine bestehen aus über 100 Aminosäuren, die wie Perlen an einer Kette aufgereiht sind. Jede Aminosäure hat ein zentrales C-Atom, eine Aminogruppe (NH₂), eine Carboxylgruppe (COOH) und einen individuellen Rest, der die Eigenschaften bestimmt.
Die Primärstruktur ist die lineare Reihenfolge der Aminosäuren - wie die Buchstabenfolge in einem Wort. Diese Sequenz bestimmt alle weiteren Strukturebenen und damit die Proteinfunktion.
In der Sekundärstruktur entstehen regelmäßige 3D-Formen: die α-Helix (Spirale) und das β-Faltblatt Zickzack−Struktur. Wasserstoffbrücken zwischen dem Proteinrückgrat stabilisieren diese Strukturen.
Die Tertiärstruktur ist die komplette 3D-Faltung des Proteins mit unregelmäßigen Bereichen. Verschiedene Bindungen zwischen den Aminosäure-Resten (Wasserstoffbrücken, Disulfidbrücken, Ionenbindungen) halten alles zusammen.
💡 Strukturebenen-Merkhilfe: Primär = Reihenfolge, Sekundär = regelmäßige Formen, Tertiär = komplette Faltung, Quartär = mehrere Ketten zusammen!
Die Quartärstruktur entsteht, wenn mehrere Polypeptidketten zu einem funktionsfähigen Proteinkomplex zusammenkommen - wie ein Team aus verschiedenen Spezialisten.