Methylierung und Demethylierung
Stell dir vor, deine Gene hätten Lichtschalter - Methylierung ist wie das Ausschalten des Lichts. Das Enzym Methyltransferase heftet eine Methylgruppe (CH₃) an die DNA-Base Cytosin, aber nur wenn danach ein Guanin folgt (sogenannte CpG-Inseln).
Sobald diese Methylgruppe dran ist, können wichtige Proteine nicht mehr an die DNA binden. Das ist besonders problematisch, wenn es an Promotorsequenzen passiert - dann kann die RNA-Polymerase nicht andocken und die Transkription stoppt komplett.
Das Geniale daran: Es ist keine echte Mutation! Die ursprüngliche DNA-Sequenz bleibt unverändert, nur die Struktur wird modifiziert. Umweltfaktoren wie Stress, Ernährung oder Schadstoffe lösen diese Veränderungen aus.
Demethylierung macht den Prozess rückgängig - das Enzym Demethylase entfernt die Methylgruppen und "schaltet" die Gene wieder an.
💡 Merktipp: Methylierung = Gen aus, Demethylierung = Gen an



