Mutationen - Wenn sich deine DNA für immer verändert
Stell dir vor, deine DNA ist wie ein Kochrezept - und plötzlich wird ein Wort ausgetauscht oder gelöscht. Das ist eine Mutation: eine dauerhafte Veränderung deines genetischen Materials. Ein Organismus mit so einer Veränderung heißt Mutante.
Mutationen entstehen auf zwei Arten: spontan passieren sie einfach zufällig (besonders beim Kopieren der DNA), während induzierte Mutationen durch schädliche Stoffe wie Röntgenstrahlen verursacht werden. Je nachdem, wo sie auftreten, können sie an Nachkommen weitervererbt werden (Keimzellmutationen) oder nur dich betreffen (somatische Mutationen).
Es gibt drei Haupttypen: Genmutationen verändern einzelne Basen, Chromosomenmutationen betreffen ganze Chromosomenstücke und Genommutationen die komplette Chromosomenzahl. Bei Punktmutationen wird nur eine Base ausgetauscht - manchmal passiert gar nichts (stumme Mutation), manchmal wird eine falsche Aminosäure eingebaut (Missense-Mutation) oder das Protein wird abgebrochen (Nonsense-Mutation).
Tipp: Frameshift-Mutationen sind besonders schlimm, weil sie das komplette "Leseraster" verschieben - wie wenn du beim Lesen plötzlich jeden Buchstaben um eine Stelle versetzt liest!



