Das Nervensystem ist wie das Internet deines Körpers - es...
Neurologie Lernzettel für Abi mit nützlichen Zusammenfassungen










Reizreaktionsschema und Neuron
Stell dir vor, du berührst eine heiße Herdplatte - in Sekundenbruchteilen zieht deine Hand weg. Das Reizreaktionsschema erklärt diesen Ablauf: Sinnesorgane nehmen den Reiz auf, leiten ihn über sensorische Nerven ans Gehirn weiter, wo er verarbeitet wird, und schicken dann über motorische Nerven ein Signal an den Muskel.
Ein Neuron funktioniert wie eine biologische Stromleitung mit verschiedenen Bauteilen. Die Dendriten sind wie Antennen und empfangen Signale von anderen Nervenzellen. Der Zellkörper enthält den Zellkern und alle wichtigen Organellen - hier läuft die Proteinproduktion ab.
Das Axon ist die eigentliche "Stromleitung" und transportiert Signale aktiv weiter (kostet Energie!). Die Myelinscheide isoliert das Axon elektrisch, genau wie die Plastikummantelung bei Stromkabeln. An den präsynaptischen Endigungen werden die Signale schließlich an andere Neuronen übertragen.
Merktipp: Dendriten = Empfangen, Axon = Senden!

Bioelektrizität und Ruhepotential
In deinen Nervenzellen fließt tatsächlich Strom - aber nicht durch Elektronen wie in Kabeln, sondern durch Ionen! Diese elektrisch geladenen Teilchen bewegen sich entlang von Konzentrationsgefällen, genau wie Parfüm sich im Raum verteilt.
Das Membranpotential entsteht durch ungleiche Ladungsverteilung auf beiden Seiten der Zellmembran. Im Ruhepotential (etwa -80mV) herrscht ein Gleichgewicht zwischen dem Konzentrationsgefälle und der elektromotorischen Kraft - die Zelle ist "entspannt".
Die Natrium-Kalium-Pumpe arbeitet wie ein Türsteher und sorgt dafür, dass das Gleichgewicht erhalten bleibt. Sie pumpt ständig Na+-Ionen nach draußen und K+-Ionen nach drinnen - und das kostet Energie in Form von ATP. Ohne diese Pumpe würde die Zelle "sterben", weil sich alle Konzentrationen ausgleichen würden.
Wichtig: -80mV ist der "entspannte" Zustand deiner Nervenzelle!

Aktionspotential
Das Aktionspotential ist wie ein Lichtschalter - entweder es passiert komplett oder gar nicht (Alles-oder-nichts-Prinzip). Wird am Axonhügel der Schwellenwert von etwa -50mV überschritten, startet eine Kettenreaktion.
Bei der Depolarisation öffnen sich Na+-Kanäle und positive Ionen strömen rein - das Zellinnere wird plötzlich positiv (bis +40mV). Danach folgt die Repolarisation: Na+-Kanäle schließen, K+-Kanäle öffnen sich, und K+-Ionen strömen nach draußen.
Die Hyperpolarisation entsteht, weil die K+-Kanäle etwas "träge" sind und zu viel K+ nach außen lassen . Die Natrium-Kalium-Pumpe stellt dann wieder das normale Ruhepotential her. Während der Refraktärzeit (ca. 2ms) kann kein neues Aktionspotential ausgelöst werden.
Eselsbrücke: De-polarisation = Rein damit , Re-polarisation = Raus damit !

Erregungsleitung
Die Erregungsleitung transportiert Aktionspotentiale entlang des Axons - wie eine Dominokette, die umfällt. Bei der kontinuierlichen Erregungsleitung löst jeder Axonabschnitt das nächste Aktionspotential aus, was relativ langsam ist.
Viel cleverer ist die saltatorische Erregungsleitung bei myelinisierten Axonen. Hier "springt" das Signal von einem ranvierschen Schnürring zum nächsten und überspringt die isolierten Bereiche. Das ist nicht nur schneller, sondern spart auch massig Energie!
Die Refraktärzeit verhindert, dass sich Signale rückwärts ausbreiten - wie ein Einbahnstraßenschild für Aktionspotentiale. Bei der passiven Erregungsleitung wird das Signal einfach weitergegeben, wird aber mit der Entfernung schwächer.
Cool: Myelinisierte Axone leiten Signale bis zu 100x schneller weiter!

Passive Erregungsleitung Details
Bei der passiven Erregungsleitung verhält sich das elektrische Signal wie Schall - es wird mit zunehmender Entfernung schwächer. Das funktioniert gut bei kurzen Strecken, wie von den Dendriten zum Axonhügel.
Das postsynaptische Potential (PSP) entsteht an den Synapsen und wird passiv zum Axonhügel weitergeleitet. Dabei nimmt die Stärke ab, aber am Axonhügel ist der Schwellenwert niedriger (mehr Na+-Kanäle = leichtere Erregung).
Diese Art der Leitung ist zwar schnell, aber ohne "Verstärker" - deshalb nur für kleine Zellen oder kurze Distanzen geeignet. Größere Neuronen brauchen die aktive Weiterleitung mit Aktionspotentialen.
Denk dran: Passiv = schnell aber schwächer, aktiv = langsamer aber konstant stark!

Informationsübertragung an Synapsen
An den Synapsen wird das elektrische Signal in ein chemisches umgewandelt - wie ein Übersetzer zwischen zwei Sprachen. Wenn ein Aktionspotential das Synapsenendknöpfchen erreicht, öffnen sich Ca²+-Kanäle.
Das einströmende Kalzium drückt die Vesikel (kleine Bläschen voller Acetylcholin) an die Membran. Durch Exozytose wird der Neurotransmitter in den synaptischen Spalt freigesetzt. Das Acetylcholin bindet an Rezeptoren der postsynaptischen Membran und öffnet Na+-Kanäle.
Der Na+-Einstrom erzeugt ein postsynaptisches Potential, das zum Axonhügel weitergeleitet wird. Das Enzym Acetylcholinesterase spaltet den Neurotransmitter wieder auf, damit die Synapse für neue Signale bereit ist.
Wichtig: Elektrisch → Chemisch → Elektrisch - so funktioniert Synapsenübertragung!

Neuronale Verrechnung
Dein Gehirn ist ein Rechenmeister! Bei der zeitlichen Summation addieren sich schnell aufeinanderfolgende Signale derselben Synapse. Bei der räumlichen Summation kommen Signale von verschiedenen Synapsen gleichzeitig am Axonhügel an.
Erregende Synapsen erzeugen EPSP (erregende postsynaptische Potentiale) durch Na+-Einstrom. Hemmende Synapsen produzieren IPSP (inhibitorische postsynaptische Potentiale) durch Cl⁻-Einstrom, der die Membran noch negativer macht.
Am Axonhügel werden alle EPSP und IPSP "verrechnet" - wie Plus und Minus in der Mathematik. Nur wenn die Summe den Schwellenwert überschreitet, wird ein Aktionspotential ausgelöst. So kann dein Nervensystem Entscheidungen treffen!
Merkhilfe: EPSP = Erregend (Plus), IPSP = Inhibierend (Minus)

Codierung von Informationen
Dein Nervensystem arbeitet wie ein Computer mit digitalen und analogen Signalen. Digital bedeutet "an oder aus" - wie Lichtschalter. Aktionspotentiale sind digital: sie passieren komplett oder gar nicht.
Analog funktioniert wie ein Dimmer - mit fließenden Übergängen. An Synapsen bestimmt die Menge der Neurotransmitter die Stärke des postsynaptischen Potentials. Mehr Transmitter = stärkeres Signal.
Die Stärke eines Reizes wird durch die Frequenz der Aktionspotentiale codiert: schwacher Reiz = wenige Impulse, starker Reiz = viele Impulse pro Sekunde. Dein Nervensystem wechselt ständig zwischen elektrischen und chemischen Signalen sowie zwischen analoger und digitaler Codierung.
Faszinierend: Dein Nervensystem ist gleichzeitig Computer und Chemielabor!

Das Auge - Aufbau und Funktion
Dein Auge ist eine perfekte biologische Kamera! Die Hornhaut bündelt das Licht als erste Linse. Die Iris funktioniert wie die Blende einer Kamera und reguliert über die Pupille den Lichteinfall.
Die Linse ist das Geniale an deinem Auge - sie kann ihre Form ändern! Der Ziliarmuskel und die Zonulafasern arbeiten zusammen: angespannt = flache Linse = weitsehen, entspannt = runde Linse = nahsehen. Das nennt man Akkommodation.
Auf der Netzhaut sitzen Millionen von Fotorezeptoren: Zapfen für Farbsehen und Stäbchen für Hell-Dunkel-Sehen. Der gelbe Fleck (Fovea) ist dein "HD-Bereich" mit den meisten Sinneszellen. Der blinde Fleck entsteht dort, wo der Sehnerv austritt.
Wow-Faktor: Deine Augen können über 10 Millionen Farben unterscheiden!
Wir dachten schon, du fragst nie...
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Diese App ist wirklich super. Es gibt so viele Lernzettel und Hilfen [...]. Mein Problemfach ist zum Beispiel Französisch und die App hat so viele Möglichkeiten zur Hilfe. Dank dieser App habe ich mich in Französisch verbessert. Ich würde sie jedem empfehlen.
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Die Natrium-Kalium-Pumpe arbeitet wie ein Türsteher und sorgt dafür, dass das Gleichgewicht erhalten bleibt. Sie pumpt ständig Na+-Ionen nach draußen und K+-Ionen nach drinnen - und das kostet Energie in Form von ATP. Ohne diese Pumpe würde die Zelle "sterben", weil sich alle Konzentrationen ausgleichen würden.
Wichtig: -80mV ist der "entspannte" Zustand deiner Nervenzelle!

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Das Aktionspotential ist wie ein Lichtschalter - entweder es passiert komplett oder gar nicht (Alles-oder-nichts-Prinzip). Wird am Axonhügel der Schwellenwert von etwa -50mV überschritten, startet eine Kettenreaktion.
Bei der Depolarisation öffnen sich Na+-Kanäle und positive Ionen strömen rein - das Zellinnere wird plötzlich positiv (bis +40mV). Danach folgt die Repolarisation: Na+-Kanäle schließen, K+-Kanäle öffnen sich, und K+-Ionen strömen nach draußen.
Die Hyperpolarisation entsteht, weil die K+-Kanäle etwas "träge" sind und zu viel K+ nach außen lassen . Die Natrium-Kalium-Pumpe stellt dann wieder das normale Ruhepotential her. Während der Refraktärzeit (ca. 2ms) kann kein neues Aktionspotential ausgelöst werden.
Eselsbrücke: De-polarisation = Rein damit , Re-polarisation = Raus damit !

Erregungsleitung
Die Erregungsleitung transportiert Aktionspotentiale entlang des Axons - wie eine Dominokette, die umfällt. Bei der kontinuierlichen Erregungsleitung löst jeder Axonabschnitt das nächste Aktionspotential aus, was relativ langsam ist.
Viel cleverer ist die saltatorische Erregungsleitung bei myelinisierten Axonen. Hier "springt" das Signal von einem ranvierschen Schnürring zum nächsten und überspringt die isolierten Bereiche. Das ist nicht nur schneller, sondern spart auch massig Energie!
Die Refraktärzeit verhindert, dass sich Signale rückwärts ausbreiten - wie ein Einbahnstraßenschild für Aktionspotentiale. Bei der passiven Erregungsleitung wird das Signal einfach weitergegeben, wird aber mit der Entfernung schwächer.
Cool: Myelinisierte Axone leiten Signale bis zu 100x schneller weiter!

Passive Erregungsleitung Details
Bei der passiven Erregungsleitung verhält sich das elektrische Signal wie Schall - es wird mit zunehmender Entfernung schwächer. Das funktioniert gut bei kurzen Strecken, wie von den Dendriten zum Axonhügel.
Das postsynaptische Potential (PSP) entsteht an den Synapsen und wird passiv zum Axonhügel weitergeleitet. Dabei nimmt die Stärke ab, aber am Axonhügel ist der Schwellenwert niedriger (mehr Na+-Kanäle = leichtere Erregung).
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Denk dran: Passiv = schnell aber schwächer, aktiv = langsamer aber konstant stark!

Informationsübertragung an Synapsen
An den Synapsen wird das elektrische Signal in ein chemisches umgewandelt - wie ein Übersetzer zwischen zwei Sprachen. Wenn ein Aktionspotential das Synapsenendknöpfchen erreicht, öffnen sich Ca²+-Kanäle.
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Der Na+-Einstrom erzeugt ein postsynaptisches Potential, das zum Axonhügel weitergeleitet wird. Das Enzym Acetylcholinesterase spaltet den Neurotransmitter wieder auf, damit die Synapse für neue Signale bereit ist.
Wichtig: Elektrisch → Chemisch → Elektrisch - so funktioniert Synapsenübertragung!

Neuronale Verrechnung
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Erregende Synapsen erzeugen EPSP (erregende postsynaptische Potentiale) durch Na+-Einstrom. Hemmende Synapsen produzieren IPSP (inhibitorische postsynaptische Potentiale) durch Cl⁻-Einstrom, der die Membran noch negativer macht.
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Analog funktioniert wie ein Dimmer - mit fließenden Übergängen. An Synapsen bestimmt die Menge der Neurotransmitter die Stärke des postsynaptischen Potentials. Mehr Transmitter = stärkeres Signal.
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