Positionierung und OP-Tische
Positionierung bedeutet die zielgerichtete Ausrichtung eines Patienten in eine bestimmte, für den Eingriff günstige Körperhaltung. Sie ist wichtig für diagnostische, therapeutische und pflegerische Maßnahmen sowie die Aktivitäten des täglichen Lebens (ATL). Zwei Hauptziele sind der Schutz des Patienten vor lagerungsbedingten Schäden und der bestmögliche Zugang für alle Mitarbeiter.
Im OP stehen verschiedene Tischtypen zur Verfügung: der vielseitige Universaltisch 200−250kg, der röntgendurchlässige Carbontisch, spezielle Schultertische, Extensionstische und Schwerlasttische 400−500kg. Diese werden mit einer Lafette transportiert und mit verschiedenem Zubehör ausgestattet.
Zubehör wird fest mit dem OP-Tisch verbunden und umfasst Armausleger, Narkosebügel, Körperstützen, Kopflagerungselemente und Beingurte. Hilfsmittel dagegen sind nicht fest verbunden, sondern unterstützen die Positionierung – dazu gehören Polster, Gelmatten, Kopfkissen, Rollen und Röntgenmatten.
💡 Merke: Der Unterschied zwischen Zubehör (fest verbunden) und Hilfsmitteln (lose) ist wichtig für die Vorbereitung einer OP-Lagerung!
Es gibt zehn Grundlagerungen, die je nach Eingriff angewendet werden, darunter Schulter-, Rücken-, Seiten-, Steinschnitt- und Bauchlagerung. Jede kann individuell an die OP und Patientenbedürfnisse angepasst werden. Der OP-Tisch lässt sich in verschiedene Richtungen kippen (kopftief, kopfhoch, links, rechts) und einzelne Abschnitte können unabhängig voneinander bewegt werden.