Alternatives Spleißen und Translation
Alternatives Spleißen ist ein wichtiger Prozess der Genregulation. Dabei können neben Introns auch bestimmte Exons herausgeschnitten werden, die für ein spezifisches Protein nicht benötigt werden. So können aus einer einzigen DNA-Sequenz verschiedene reife mRNA-Stränge und folglich unterschiedliche Proteinvarianten entstehen. Dies erklärt, warum Menschen nur etwa 24.000 Gene besitzen, aber 80.000-150.000 verschiedene Proteine bilden können.
Beispiele für alternatives Spleißen sind die Dopaminrezeptoren I und II sowie Antikörper von Plasmazellen, die entweder auf der Zellmembran sitzen oder abgesondert werden.
Die Translation findet an den Ribosomen statt, die aus einer kleinen und einer großen ribosomalen Untereinheit bestehen. Bei der Initiation bindet die kleine Untereinheit an die Erkennungssequenz der mRNA und bildet einen Initiationskomplex. Sie wandert zum Startcodon (AUG), wo die Translation beginnt. Hierbei wird tRNA Transfer−RNA benötigt, die ein Anticodon trägt – ein Basentriplett, das komplementär zum Codon auf der mRNA ist. Jede tRNA trägt auch eine spezifische Aminosäure.
Nach Bindung der tRNA tritt die große ribosomale Untereinheit hinzu, sodass die tRNA die P-Stelle besetzt. Die besondere Palindromstruktur der tRNA verhindert, dass sie sich mit anderen tRNAs verbindet und sorgt für den richtigen Abstand.
💡 Tipp für die Prüfung: Die Translation beginnt immer mit dem Startcodon AUG, das für die Aminosäure Methionin codiert. Denke daran, dass jedes Protein zunächst mit Methionin beginnt, auch wenn dieses später oft abgespalten wird!