Krebs ist ein Thema, das jeden von uns betreffen kann... Mehr anzeigen
Krebs – Alles über die Entstehung und Genetik









Was ist Krebs?
Tumor bedeutet auf Lateinisch einfach "Geschwulst" - eine Ansammlung von Zellen, die sich unkontrolliert vermehren. Aber nicht jeder Tumor ist automatisch Krebs!
Es gibt drei verschiedene Arten: Gutartige Tumore (benigne) bleiben an ihrem Ort und bilden keine Metastasen. Halbbösartige Tumore (semimaligne) wachsen zwar in benachbartes Gewebe ein, streuen aber nicht. Erst bösartige Tumore (maligne) bilden Metastasen in entfernten Körperregionen.
Wichtig: Nur bei malignen Tumoren spricht man wirklich von einer Krebserkrankung!

Verschiedene Tumorarten
Ärzte unterscheiden Tumore danach, aus welchem Gewebe sie ursprünglich entstehen. Das hilft bei der richtigen Behandlung.
Solide Tumore sind feste Gewebeklumpen: Karzinome entstehen aus Epithelgewebe (wie Hautkrebs), Sarkome aus Binde- oder Stützgewebe (wie Knochen) und Blastome aus embryonalem Gewebe während der Entwicklung.
Systematische Krebserkrankungen betreffen das gesamte Blutsystem, wie Leukämien (Blutkrebs) und Lymphome (Lymphdrüsenkrebs). Diese verhalten sich ganz anders als solide Tumore.
Merktipp: Die Endung "-om" zeigt immer einen Tumor an, die Vorsilbe verrät das Ursprungsgewebe!

Warum entsteht Krebs?
Etwa 34% aller Krebserkrankungen könnte man vermeiden - der Rest entsteht durch Zufall bei der Zellteilung. Das zeigt: Du hast mehr Kontrolle, als du denkst!
Die Hauptrisikofaktoren sind Lebensstilfaktoren (Rauchen, Alkohol, schlechte Ernährung), Umweltfaktoren und Krankheitserreger (bestimmte Viren). Genetische Vorbelastung spielt eine Rolle, ist aber seltener als viele denken.
Selbst bei perfektem Lebensstil können Fehler bei der Zellteilung auftreten - das ist völlig normal und meist harmlos, weil unser Körper Reparaturmechanismen hat.
Gut zu wissen: Die meisten DNA-Schäden repariert dein Körper automatisch - Krebs entsteht nur, wenn mehrere Sicherheitssysteme versagen!

Wie entsteht Krebs?
Die Krebsentstehung ist ein mehrstufiger Prozess, bei dem eine gesunde Zelle schrittweise zur Tumorzelle mutiert. Es beginnt mit DNA-Schäden an wichtigen Genen.
Zuerst verändert sich die DNA einer Körperzelle - sie wächst schneller und reagiert nicht mehr auf Stoppsignale. Besonders kritisch sind Schäden an Onkogenen (Wachstumsgene) und Tumorsupressorgenen (Bremsgene).
Das Immunsystem versucht die defekte Zelle durch Apoptose (programmierten Zelltod) zu eliminieren. Gelingt das nicht, entsteht ein Tumor. Die Tumorzellen bauen sich sogar eine eigene Blutversorgung auf und können schließlich Metastasen bilden.
Interessant: Dein Körper hat mehrere Sicherheitsstufen - Krebs entsteht nur, wenn alle versagen!

Eigenschaften von Tumorzellen
Tumorzellen unterscheiden sich grundlegend von gesunden Körperzellen - sie haben praktisch alle Sicherheitsmechanismen außer Kraft gesetzt.
Während gesunde Zellen nur bei entsprechenden Signalen wachsen und auf Stoppsignale reagieren, teilen sich Tumorzellen eigenständig und sind unempfindlich gegenüber Bremssignalen. Sie haben unbegrenztes Wachstumspotenzial und ignorieren Selbstzerstörungsbefehle.
Besonders gefährlich wird es, wenn Tumorzellen die Angiogenese (Blutgefäßbildung) anregen und in umliegendes Gewebe invasiv einwachsen. Dann können sie über Blut- und Lymphbahnen metastasieren.
Kernpunkt: Tumorzellen sind wie Zellen, die alle Verkehrsregeln missachten - sie bremsen nicht, halten nicht an und respektieren keine Grenzen!



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