Was ist Nikotin und wie wirkt es als Synapsengift?
Nikotin ist ein natürliches Alkaloid aus der Tabakpflanze (Nicotiana tabacum), das ursprünglich die Pflanze vor gefräßigen Insekten schützen sollte. Bei Zimmertemperatur ist es eine ölige, bräunliche Flüssigkeit - aber sobald es durch Tabakrauch in deinen Körper gelangt, wird es richtig problematisch.
Das Gemeine an Nikotin: Es überwindet mühelos die Blut-Hirn-Schranke, diese wichtige Barriere, die eigentlich schädliche Stoffe von deinem Gehirn fernhalten soll. Einmal dort angekommen, macht es sich an den Acetylcholin-Rezeptoren breit und imitiert den natürlichen Neurotransmitter Acetylcholin.
Der entscheidende Unterschied: Während Acetylcholin normalerweise binnen Millisekunden durch das Enzym Acetylcholinesterase abgebaut wird, bleibt Nikotin viel länger im synaptischen Spalt aktiv. So manipuliert es deine Nervenübertragung auf unnatürliche Weise.
Merke dir: Nikotin ist ein Nervengift, das deine natürlichen Synapsen übernimmt und dabei länger aktiv bleibt als körpereigene Botenstoffe!



