Fette und Fettsäuren - Die Grundlagen
Fette bestehen aus Glycerin und drei Fettsäuren, die durch eine Veresterung miteinander verbunden sind. Diese Verbindung nennt man auch Triglycerid. Obwohl Fette polare Estergruppen enthalten, sind sie insgesamt hydrophob (wasserabweisend), weil die unpolaren Kohlenstoffketten überwiegen.
Gesättigte Fettsäuren haben keine Doppelbindungen und sind in großen Mengen ungesund. Sie erhöhen den Cholesterinspiegel und können zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. Ungesättigte Fettsäuren mit Doppelbindungen sind dagegen lebensnotwendig und unterstützen einen normalen Cholesterinspiegel.
Die Schmelztemperatur hängt von der Struktur ab: Je mehr Doppelbindungen vorhanden sind, desto niedriger ist sie. Längere Kohlenstoffketten erhöhen dagegen den Schmelzbereich. Das erklärt, warum Butter bei Raumtemperatur fest und Sonnenblumenöl flüssig ist.
Merke dir: "Gleiches löst sich in Gleichem" - Flüssigkeiten mit ähnlichen Eigenschaften können sich ineinander lösen!
Fette haben verschiedene Funktionen im Körper: Sie sind Energiespeicher und Hauptenergielieferant, schützen innere Organe wie ein Polster, isolieren gegen Kälte und spielen eine wichtige Rolle im Stoffwechsel. Als Tenside können Fettsäuren sogar Öl und Wasser vermischen - deshalb werden sie in Waschmitteln verwendet.