Spracherwerbsmodelle und -theorien
Behaviorismus (Skinner) erklärt Spracherwerb durch Verstärkung und Belohnung. Kinder lernen sprechen, indem sie für richtige Äußerungen gelobt und für falsche korrigiert werden. Wiederholung macht den Meister!
Der Interaktionismus (Bruner) betont die soziale Seite: Sprache entwickelt sich durch Gespräche und Beobachtung. Kinder lernen nicht isoliert, sondern durch aktive Teilnahme an der Kommunikation mit ihrer Umgebung.
Nativismus (Chomsky) geht davon aus, dass Sprachfähigkeit angeboren ist. Es gibt eine universelle Grammatik im Gehirn - deshalb können alle Kinder weltweit so schnell sprechen lernen, obwohl Sprache eigentlich extrem komplex ist.
Der Kognitivismus (Piaget) sieht Spracherwerb als kognitiven Entwicklungsprozess. Erst müssen bestimmte Denkfähigkeiten da sein, bevor entsprechende sprachliche Strukturen gelernt werden können.
Merktipp: Jede Theorie erklärt einen anderen Aspekt - in der Realität wirken alle Faktoren zusammen!





