Die Charaktere – Zwischen Pflicht und Eigensinn
Antigone handelt aus Überzeugung und Familienliebe. Sie ist stur und stolz, aber auch mutig genug, für ihre Prinzipien zu sterben. Ihre Schwester Ismene dagegen ist ängstlich und warnt vor den Konsequenzen.
Kreon verkörpert den absoluten Herrscher – selbstbewusst, aber unsicher bei schweren Entscheidungen. Er stellt sich über die Götter und beharrt stur auf seinen Gesetzen. Erst am Ende bereut er seine Taten.
Hämon steht zwischen den Fronten: Er liebt Antigone und ehrt die göttlichen Gesetze, respektiert aber auch seinen Vater. Teiresias, der blinde Seher, warnt Kreon vor den Folgen seines Handelns – er kann mit seiner "Seele sehen" und erkennt Wahrheiten, die anderen verborgen bleiben.
💡 Wichtig: Jede Figur repräsentiert eine andere Weltanschauung – das macht den Konflikt so vielschichtig.