Aufklärung und Romantik - Die Epochen im Überblick
Die Aufklärung entstand aus der Kritik des Bürgertums am adeligen Herrschersystem. Nach dem Dreißigjährigen Krieg war Deutschland zersplittert, und die Menschen begannen, die "gottgegebene Ordnung" zu hinterfragen.
Vernunft und Verstand (ratio) wurden zu den wichtigsten Werkzeugen der Aufklärer. Sie wollten Gleichheit statt Ständeordnung, wissenschaftliche Erkenntnis statt Aberglaube und Toleranz statt Dogmatismus. Immanuel Kant definierte Aufklärung als "Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit" - ein Prozess, der nie abgeschlossen ist.
Die Romantik entwickelte sich in drei Phasen: Die Jenaer Frühromantik schuf das romantische Weltbild, die Heidelberger Hochromantik betonte Volkspoesie, und die Berliner Spätromantik wandte sich dem Unheimlichen zu. Diese Epoche war geprägt von gesellschaftlichen Umbrüchen, der Französischen Revolution und Napoleons Herrschaft.
💡 Merke dir: Die Romantik ergänzte die Aufklärung, anstatt sie komplett abzulehnen - Menschen bestehen eben nicht nur aus Vernunft, sondern auch aus Träumen, Ängsten und Fantasie!





























