Der Gärtner
Der namenlose Gärtner ist die konstanteste Figur im ganzen Roman - er gehört "immer schon" zur Gegend und bleibt, während alle anderen kommen und gehen. Er ist ein Einzelgänger, der kaum spricht und nicht am sozialen Leben teilnimmt.
Seine Wohnsituation entwickelt sich von einer verlassenen Jagdhütte über das Bienenhaus bis hin zu einem eigenen Gästezimmer. Trotz seiner großen körperlichen Kraft und fachlichen Kompetenz besitzt er nur das Nötigste. Als Gärtner des Hauses am See gestaltet und pflegt er über Jahre hinweg den Garten, kümmert sich um die Instandhaltung aller Gebäude und handelt im Rhythmus der Jahreszeiten.
Im Krieg hilft er beim Sichern von Wertgegenständen und stellt nach dem Abzug der Russen das zerstörte Grundstück wieder her - dabei zeigt er als einziges Mal Emotionen und weint. Mit zunehmendem Alter wird er gebrechlich, stürzt von einer Leiter und kann danach nur noch Hilfsarbeiten verrichten.
Wichtig: Der Gärtner symbolisiert Kontinuität und Beständigkeit inmitten aller politischen und gesellschaftlichen Umbrüche.











