Naturalismus und Expressionismus - Zwei Gegenpole
Naturalismus will die Realität knallhart abbilden. Die Autoren schauen genau hin: Armut, Elend und das hässliche Leben der Unterschicht werden schonungslos gezeigt. Kunst soll wie Wissenschaft funktionieren - objektiv und ungeschönt.
Die Sprache wird bewusst alltäglich gehalten. Sekundenstil bedeutet, dass wirklich jede Sekunde dokumentiert wird. Dialekte und Umgangssprache machen die Texte authentisch. Statt schöner Reime gibt es Ellipsen und Lautmalerei.
Expressionismus macht das komplette Gegenteil! Hier geht's um pure Emotion und das eigene Innenleben. Die Welt wird subjektiv und oft verzerrt dargestellt. Ästhetik des Hässlichen zeigt die Brutalität des Krieges und der Großstadt.
💡 Merktipp: Naturalismus = Realität abbilden | Expressionismus = Gefühle ausdrücken
Die expressionistische Sprache ist krass experimentell. Neologismen (neue Wörter), radikale Metaphern und Enjambements (Hakenstil) sollen Orientierungslosigkeit vermitteln. Farbsymbolik transportiert intensive Stimmungen.



