Ludwig Tiecks "Sehnsucht" (1797)
Du kennst das Gefühl bestimmt: Diese unbestimmte Sehnsucht nach etwas Fernem, Unerreichbarem. Genau das beschreibt Tieck in seinem romantischen Gedicht. Das lyrische Ich fragt sich "Warum Schmachten? Warum Sehnen?" und träumt von "schönren Sternen" in der Ferne.
Typisch für die Romantik ist die Naturverbundenheit - "Leise Lüfte", "Blumendüfte" und der "Gesang im Winde" schaffen eine traumhafte Atmosphäre. Das fremde Land bleibt dabei völlig unkonkret und mysteriös, fast wie ein Märchen.
Die ernsten Bande halten das Ich in der Realität gefangen. Nur in Träumen kann es die fernen Ufer sehen. Diese unerfüllbare Sehnsucht nach dem Unbekannten ist ein Grundgefühl der romantischen Epoche.
Merktipp: Bei romantischen Gedichten immer auf die Gegensätze achten - hier Realität vs. Traum, Nähe vs. Ferne!






