Die drei Prologe
Faust I beginnt mit drei Einleitungen, die dich perfekt auf das Drama vorbereiten. In der Zueignung reflektiert Goethe persönlich über sein 34 Jahre langes Schaffen - das zeigt dir, wie wichtig ihm dieses Werk war.
Das Vorspiel auf dem Theater ist richtig clever aufgebaut. Hier diskutieren drei Figuren über das perfekte Theaterstück: Der Direktor will Profit, der Dichter tiefe Gedanken, die lustige Person pure Unterhaltung. Goethe zeigt damit, dass er alle Erwartungen erfüllen möchte.
Der Prolog im Himmel ist der wichtigste Teil. Hier treffen sich Gott, die Erzengel und Mephistopheles. Gott schlägt selbst vor, dass der Teufel Faust auf die Probe stellen soll - er vertraut darauf, dass Faust den rechten Weg findet.
Merk dir: Die Wette zwischen Gott und Mephisto ist der Grund für alles, was danach passiert!
Die Menschenbilder sind komplett gegensätzlich: Gott glaubt an die Vernunft der Menschen, Mephisto sieht sie als triebgesteuerte Tiere. Diese Spannung treibt die ganze Handlung an.
































