Aufbau und Form des Gedichts
Eichendorffs "Lied" hat eine sehr typische Struktur für die Romantik. Es besteht aus fünf Strophen mit je vier Versen und einem durchgängigen Kreuzreim. Das macht es eingängig und melodisch - wie ein echter Volkslied eben.
Das Metrum ist ein dreihebiger Jambus mit wechselnden Kadenzen. Diese regelmäßige Form verstärkt das Gefühl des endlosen Kreisens - genau wie das Mühlenrad, das immer weiter dreht.
Die zentrale Metapher des Gedichts ist das Mühlenrad. Es steht für mehrere Dinge gleichzeitig: den endlosen Schmerz des lyrischen Ich, aber auch für sein Herz, in dem die Geliebte früher "gewohnt hat". Jetzt liegt dieses Herz im "kühlen Grunde" - eine Metapher für die emotionale Kälte nach dem Verrat.
Merktipp: Das Mühlenrad symbolisiert sowohl den Schmerz als auch das Herz - diese Doppeldeutung ist typisch für die Romantik!





