Inhalt und Aufbau des Gedichts
"Sehnsucht" erzählt von einem einsamen Menschen, der nachts am Fenster steht und den Klang eines Posthorns hört, das seine Reiselust weckt. Das Gedicht ist perfekt strukturiert: drei Strophen mit je acht Versen, die zusammen 24 Verse ergeben.
Die erste Strophe zeigt das lyrische Ich einsam am Fenster, wie es die goldenen Sterne betrachtet. Diese Sterne symbolisieren Unerreichbarkeit - genau wie die Träume des lyrischen Ichs. Das Posthorn in Vers 4 wird zum Signal des Aufbruchs und weckt die Sehnsucht nach der Ferne.
Das Gedicht verwendet einen Kreuzreim und ist im Präteritum verfasst. Besonders wichtig ist die Metapher "Das Herz mir im Leibe entbrennte" (V.5), die den Schmerz der unerfüllten Sehnsucht verdeutlicht. Das "Ach" in Vers 7 bringt das lyrische Ich brutal in die Realität zurück - der Traum bleibt unerfüllbar.
Merktipp: Das Fenster fungiert als Barriere zwischen Traum und Realität - ein typisches Motiv der Romantik!




