Struktur und Grundlagen des Faust
Goethes "Faust" gliedert sich in zwei Hauptteile: die Gelehrtentragödie (von der Szene "Nacht" bis "Straße") und die Gretchentragödie (von "Straße" bis zum Ende). Das Werk wurde von verschiedenen Strömungen beeinflusst, darunter Aufklärung, Sturm und Drang, Weimarer Klassik und Romantik.
Die Handlung beginnt mit Faust in tiefer Krise, der verzweifelt nach dem sucht, "was die Welt im Innersten zusammenhält". In seiner Studierzimmerszene beschwört er den Erdgeist, wird von diesem jedoch verhöhnt. Nach einem Gespräch mit seinem Assistenten Wagner verfällt Faust in völlige Verzweiflung und erwägt Selbstmord, wird jedoch durch Osterglocken von seinem Vorhaben abgehalten.
Bei einem Spaziergang mit Wagner wird Fausts Ansehen in der Gesellschaft deutlich – er wird für seine medizinischen Dienste verehrt. Gleichzeitig zeigt sich aber auch seine innere Zerrissenheit. Er nimmt einen schwarzen Pudel mit nach Hause, der sich als Mephisto entpuppt. Mit Hilfe von Zaubersprüchen wird der Teufel beschworen und schließlich der berühmte Pakt geschlossen.
Aha-Moment: "Das war also des Pudels Kern" – dieser berühmte Ausspruch Fausts wird heute noch sprichwörtlich verwendet, wenn man die wahre Absicht hinter etwas erkennt!









