Drama der offenen und geschlossenen Form - Grundlagen
Ihr werdet in der Oberstufe oft mit der Frage konfrontiert, ob ein Drama "offen" oder "geschlossen" ist - und das ist gar nicht so schwer zu erkennen, wenn ihr die Merkmale kennt.
Das geschlossene Drama folgt strengen Regeln: Es hat immer fünf Akte, beschränkt sich auf wenige Orte und einen kurzen Zeitraum, und alle Figuren sprechen in gehobener Sprache. Die offene Form hingegen bricht mit diesen Konventionen - sie springt zwischen verschiedenen Orten und Zeiten hin und her.
Emilia Galotti von Lessing ist ein perfektes Beispiel für ein geschlossenes Drama. Die fünf Akte folgen dem klassischen Schema: Exposition, steigende Handlung, Peripetie (Wendepunkt), fallende Handlung und Katastrophe. Die gesamte Handlung spielt an nur einem Tag und an wenigen Orten.
Merktipp: Das geschlossene Drama ist wie ein gut organisierter Stundenplan - alles hat seinen festen Platz und folgt einer klaren Struktur!



