Grundlagen und der Großbauer
"Heimsuchung" erzählt nicht linear, sondern springt zwischen verschiedenen Zeiten und Perspektiven hin und her. Im Zentrum steht dabei immer das Haus am märkischen See und die Menschen, die dort gelebt haben.
Die großen Themen sind Krieg und Frieden, Zeit und Natur, Gesellschaft und Einzelmensch. Besonders wichtig sind der Zweite Weltkrieg, die DDR-Zeit und die Wende - Ereignisse, die das Leben aller Figuren geprägt haben.
Der Großbauer verkörpert ein traditionelles Heimatverständnis. Für ihn bedeutet Heimat soziale Position und Sicherheit - eng begrenzt auf seine Familie. Er hat kein Interesse an der Dorfgemeinschaft, sondern will nur sein Territorium schützen. Seine vier Töchter sollen standesgemäß heiraten.
Merke: Der Großbauer wird von seiner Vergangenheit "heimgesucht" - sie definiert seine komplette Existenz und Identität.
Anders sind seine Töchter Grete, Hedwig und Klara: Sie sind bereit, ihre Kindheitsheimat für die Liebe zu verlassen und mit ihren Geliebten eine neue Heimat aufzubauen.







