Zentrale Motive
Das Haus ist mehr als nur Schauplatz - es trägt verschiedene Schicksale und wird durch jeden Bewohner geprägt. Es bietet Schutzraum vor der kalten politischen Welt, aber die Idee einer dauerhaften Heimat scheitert an der Vergänglichkeit des Lebens.
Wasser verbindet als gestaltende Kraft alle Epochen: Es formt die Landschaft (Eiszeit im Prolog), dient als Versteck, Fluchtweg und Reinigungsmittel. Anders als die Menschen und ihre Schicksale bleibt das Wasser eine bleibende Konstante, die sich nicht mit historischen Ereignissen verändert.
Heimat wird durch die wechselvolle deutsche Geschichte immer wieder neu definiert. Jede Figur hat ihre eigene Definition: Für den Architekten ist es ein bestimmter Ort, für seine Frau das Umfeld, für die Schriftstellerin der Ort ihrer Schreibmaschine.
Nach Erpenbeck ist "Heimat etwas, das man wahrscheinlich erst bemerkt, wenn man es verloren hat" - sie bleibt immer nur temporär.
Prüfungstipp: Die Motive Haus, Wasser und Heimat durchziehen den gesamten Roman und solltest du mit konkreten Beispielen belegen können.