Der Tuchfabrikant
Ludwig ist ein deutscher Jude, der wegen der Nazis mit seiner Familie nach Südafrika flieht. In Kapstadt baut er sich ein neues Leben auf und bekommt dort eine Tochter namens Elisabeth. Aber er muss alles zurücklassen - sein Haus am See, seine Tuchfabrik und seine Familie in Deutschland.
Das Haus am See war ursprünglich von seinem Vater Arthur gekauft worden und sollte als Ferienhaus dienen. Die Familie verbrachte dort viele glückliche Zeiten und baute sogar ein Badehaus. Doch 1936 muss Ludwig fliehen, und Arthur sieht sich später gezwungen, das Haus weit unter Wert zu verkaufen.
Besonders tragisch wird es, als Ludwigs Familie in Deutschland deportiert wird. Arthur und Hermine sterben in einem Gaswagen, Ernst stirbt an Fleckfieber bei der Zwangsarbeit. Elisabeth und Doris fliehen ins Warschauer Ghetto, wo auch sie ums Leben kommen.
Wichtig zu wissen: Das Kapitel arbeitet mit Zeitsprüngen zwischen Ludwigs neuem Leben in Südafrika und dem Schicksal seiner Familie in Deutschland. Das macht deutlich, wie zerissen er zwischen seiner neuen Heimat und seiner alten Verbundenheit ist.
Trotz seines neuen Lebens bleibt Deutschland für Ludwig emotional seine Heimat - auch wenn es ihn verstoßen hat.










