So funktioniert die Hinrichtung
Die Prozedur läuft ab wie ein makabres Ritual. Zuerst wird das Räderwerk basierend auf Zeichnungen des Urteils eingestellt. Der Verurteilte wird nackt und bäuchlings auf das Bett geschnallt, den Filzstumpf im Mund.
Dann startet die Maschine: Das Bett bewegt sich in berechneten Zuckungen, die Egge senkt sich herab und beginnt, das Gebot in die Haut zu ritzen. Anfangs leicht, dann immer tiefer. Die langen Nadeln stechen die Schrift, die kurzen spritzen Wasser und waschen das Blut weg.
Nach zwei Stunden ist der Verurteilte zu schwach zum Schreien - der Filzstumpf kann entfernt werden. Er bekommt sogar Reisbrei zum Lecken. Die Maschine dreht ihn automatisch, damit alle Körperseiten beschrieben werden können. Am Ende spießt die Egge ihn auf und wirft ihn in eine vorbereitete Grube.
Kafkas Botschaft: Diese mechanische, gefühllose Hinrichtung kritisiert Systeme, die Menschen wie Objekte behandeln.