Handlung und Erzählperspektive
Stell dir vor, du gehst zu einer Aktivität, auf die du null Bock hast - genau das erlebt der Klavierschüler in Wohmanns Geschichte. Mit "kleinen hartnäckigen Schritten" kämpft er sich zur Klavierstunde, während seine Gedanken permanent zwischen "Hingehen" und "Umkehren" schwanken. Seine Beine entscheiden schließlich für ihn und tragen ihn mechanisch weiter.
Die Klavierlehrerin ist mindestens genauso unmotiviert. Sie erhebt sich "müde und renitent" von ihrem Chaiselongue, kämpft mit Schwindelanfällen und Kopfschmerzen. Ihre Hauptgedanken kreisen um "Ihn wegschicken" - doch auch sie kann aus dem gewohnten Ablauf nicht ausbrechen.
Der Erzählperspektivenwechsel zwischen "Er" und "Sie" ist das Besondere an dieser Geschichte. Die Abschnitte werden immer kürzer, je näher der Showdown rückt. Dadurch baut sich Spannung auf bis zum Höhepunkt: Der Junge klingelt, sie öffnet, und die Klavierstunde beginnt - "laut und humorlos".
Merktipp: Die sich verkürzenden Abschnitte sind ein typisches Stilmittel, um Spannung aufzubauen!




