Aufbau deiner Interpretation
Jede gute Interpretation folgt dem klassischen Dreischritt: Einleitung, Hauptteil, Schluss. Das kennst du bestimmt schon von anderen Aufsätzen.
Deine Einleitung startet mit dem Basissatz - pack einfach Titel, Autor, Textsorte, Thema und Erscheinungsjahr rein (5 Punkte sicher!). Danach führst du kurz ins Thema ein und stellst deine Deutungshypothese auf - also deine Hauptthese über die Bedeutung der Geschichte.
Der Hauptteil ist dein Herzstück und bringt die meisten Punkte. Hier analysierst du systematisch: erst eine kurze Inhaltsangabe, dann die typischen Merkmale der Kurzgeschichte mit Textbelegen, danach Sprache und Erzähltechnik, Figurencharakterisierung und schließlich die Interpretation der Aussageabsicht.
Tipp: Arbeite immer mit konkreten Textbelegen - ohne Zitate gibt's keine Punkte!
Im Schluss fasst du deine Erkenntnisse zusammen und ziehst ein persönliches Fazit. Hier darfst du auch deine eigene Meinung einbringen.
Kurzgeschichten haben übrigens zehn typische Merkmale: direkter Einstieg, kurzer Text, offenes Ende, Alltagspersonen, wenig Hintergrundinfos, ein Handlungsstrang, Alltagssprache, persönlicher Erzähler, Alltagsthemen und eine Pointe.