Faust I - Grundlagen und Handlung
Johann Wolfgang von Goethe schrieb über 50 Jahre an diesem Drama und schuf damit ein Werk, das Romantik, Aufklärung, Sturm und Drang und Klassik vereint. Die Geschichte beginnt mit einem Pakt zwischen Gott und Mephistopheles: Kann der Teufel den strebenden Faust vom rechten Weg abbringen?
Der Gelehrte Heinrich Faust steckt in einer tiefen Sinnkrise. Jahrelanges Studium hat ihm keine Antworten auf die großen Lebensfragen gebracht. Nach gescheiterten Entgrenzungsversuchen und einem verhinderten Suizid begegnet er Mephistopheles, der ihm als schwarzer Pudel folgt.
Der Pakt ist schnell geschlossen: Mephisto verspricht, Faust zu dienen und ihm alle Wünsche zu erfüllen. Gelingt es ihm, Faust einen Moment vollkommenen Glücks zu verschaffen, gehört dessen Seele dem Teufel. Was als Suche nach Erkenntnis beginnt, wird zur Tragödie der unschuldigen Margarete (Gretchen).
Merke dir: Die drei Prologe ("Zuneigung", "Vorspiel auf dem Theater", "Prolog im Himmel") führen von Goethes persönlicher Beziehung zum Werk über Theaterfragen hin zur kosmischen Dimension der Geschichte.

































