Aufbau und Struktur der literarischen Erörterung
Deine Einleitung sollte alle wichtigen Grundinformationen enthalten: Autor, Titel, Textsorte, Erscheinungsjahr und die Literaturepoche. Danach stellst du das Thema und die damit verbundene Problematik vor.
Der Trick ist, einen klaren Zusammenhang zwischen der Aufgabenstellung, dem literarischen Text und deiner Fragestellung herzustellen. Vergiss nicht, den literarischen Text genau so einzufügen, wie er in der Aufgabe steht.
Im Hauptteil entwickelst du deine Argumentation mit Pro- und Contra-Punkten. Du kannst zwischen zwei Anordnungsprinzipien wählen: Sanduhr-Prinzip (schwache, dann starke, dann wieder schwächere Argumente) oder Ping-Pong-Prinzip (abwechselnd Gegenargument und eigenes Argument).
Tipp: Achte darauf, dass deine Argumente konkrete Bezüge zum literarischen Text haben - das macht deine Erörterung überzeugend!
Der Schluss fasst die zentralen Argumente zusammen und enthält dein Gesamturteil mit erneutem Bezug zur Leitfrage.
Wichtige Schreibregeln
Keine wörtlichen Zitate verwenden - das unterscheidet die literarische Erörterung von anderen Textanalysen. Stattdessen brauchst du eine sprachliche Analyse, die deine Argumente stützt.
Halte den Fokus auf die Leitfrage während des gesamten Aufsatzes. Deine Struktur muss für den Leser nachvollziehbar sein, deshalb solltest du Übergänge zwischen den Argumenten schaffen.
Schreib im Präsens und vermeide Umgangssprache - deine literarische Erörterung soll zwischen 800-1000 Wörtern als Fließtext verfasst werden. Mit dieser Länge hast du genug Platz für eine ausführliche, aber präzise Argumentation.