Formaler Aufbau und Grundthema
Andreas Gryphius zeigt euch hier, wie ein barockes Sonett funktioniert. Das Gedicht besteht aus zwei Quartetten (4-zeilige Strophen) und zwei Terzetten (3-zeilige Strophen) - insgesamt 14 Verse, wie es sich gehört.
Das Reimschema ist typisch barock: umarmender Reim in den Quartetten, Schweifreim in den Terzetten. Als Versmaß verwendet Gryphius den Alexandriner - einen sechshebigen Jambus mit Zäsur nach der dritten Hebung.
Vanitas ist das Zauberwort! Gryphius beschäftigt sich mit der Vergänglichkeit des menschlichen Daseins. Er stellt die provokante Frage: Was bringt unser Leben, wenn wir sowieso alle sterben müssen?
💡 Merktipp: Barocke Sonette haben fast immer 14 Verse und beschäftigen sich oft mit Tod, Vergänglichkeit oder der Sinnlosigkeit irdischer Güter!





