Grundaufbau einer Romananalyse
Eine solide Romananalyse folgt immer einem klaren dreistufigen Aufbau, der euch durch die komplexe Textarbeit führt. In der Einleitung startet ihr mit einem prägnanten Basissatz, benennt das zentrale Thema und fasst die relevante Textstelle im Präsens zusammen - ohne Zeilenangaben! Den Abschluss bildet eure Deutungshypothese, die als roter Faden durch die gesamte Analyse führt.
Der Hauptteil ist das Herzstück eurer Analyse und konzentriert sich immer auf Sprache und Stil. Hier untersucht ihr systematisch Erzähler und Erzählerstandort: Wird in der Ich-, Er- oder Sie-Form erzählt? Verhält sich der Erzähler auktorial (allwissend), personal (aus einer Figur heraus) oder neutral?
Die Erzählhaltung zeigt, wie der Erzähler zum Geschehen steht. Eine neutrale Haltung verzichtet auf Wertungen, während eine wertende Haltung durch Zustimmung, Ironie oder Skepsis geprägt ist. Bei der Erzählform unterscheidet ihr zwischen Erzählbericht, direkter Personenrede, innerem Monolog und erlebter Rede.
Merktipp: Innerer Monolog steht im Präsens und 1. Person, erlebte Rede im Präteritum und 3. Person!
































