Studierzimmer I - Die erste Begegnung
Nach dem Osterspaziergang ist Faust richtig gut drauf und voller Hoffnung. Er will endlich den Sinn des Lebens verstehen und beginnt enthusiastisch, die Bibel ins Deutsche zu übersetzen. Doch der mysteriöse Pudel, den er mitgebracht hat, nervt ihn total.
Als Faust versucht, das Johannes-Evangelium zu übersetzen, scheitert er schon am ersten Satz: "Am Anfang war das Wort..." Der Pudel wird immer unruhiger und verwandelt sich plötzlich in Mephisto - den Teufel höchstpersönlich!
Faust denkt zunächst, er hätte die Oberhand, weil der Drudenfuß (ein magisches Zeichen) an der Tür Mephisto am Verschwinden hindert. Doch der Teufel ist schlauer: Er schickt Faust in einen tiefen Schlaf, lässt eine Maus das Zeichen abknabbern und verschwindet einfach.
Merke dir: Die rhythmischen Veränderungen in Fausts Sprache spiegeln seine Gemütslage wider - von harmonischem Jambus zu freiem, unruhigem Rhythmus.



