Aufbau einer Szenenanalyse
Die Szenenanalyse folgt einem klaren Schema, das ihr für jedes Drama anwenden könnt. In der Einleitung stellt ihr das Werk vor: Heinrich von Kleist, "Der zerbrochene Krug" (1811), Romantik, Lustspiel. Danach ordnet ihr die Szene ins Gesamtdrama ein und formuliert eine Deutungshypothese.
Der Hauptteil ist euer Herzstück. Hier analysiert ihr die Handlungssituation (Gerichtsstube in Huisum, Ende 17. Jahrhundert), gliedert den Gesprächsverlauf und charakterisiert die Figuren ausführlich. Die Kommunikationsanalyse zeigt, wer das Gespräch dominiert und wie sich die Machtverhältnisse verschieben.
Bei der Sprache achtet ihr auf Kleists Besonderheiten: Alltagssprache je nach Bildungsstand, viele Wiederholungen und Einschübe, sowie das typische Beiseitesprechen zwischen Adam und Walter. Im Schluss verknüpft ihr alles mit der Gesamtbedeutung des Dramas.
Tipp: Die Grundsituation des Verhörs mit kurzen Fragen und langen Antworten ist typisch für Kleists Dramenstil!



