Barack Obamas Siegesrede 2012 - Rhetorik die wirkt
Stell dir vor, du stehst vor Tausenden von Menschen und musst sie davon überzeugen, dass ihr alle zusammengehört. Genau das hat Barack Obama am 7. November 2012 in Chicago gemacht, nachdem er die Präsidentschaftswahl gewonnen hatte.
Seine Hauptziele waren klar: Den Unterstützern danken und seine Vision für Amerika in den nächsten vier Jahren vorstellen. Aber wie schafft man es, dass sich Millionen von Menschen angesprochen und vereint fühlen?
Obama nutzt geschickt Pronomen wie "ihr" und "wir", um eine Verbindung zu schaffen. Wenn er sagt "wegen euch", macht er deutlich, dass jeder Einzelne wichtig ist. Das Wort "wir" wiederholt er immer wieder - so zeigt er, dass er sich trotz seiner mächtigen Position noch als Teil des Volkes sieht.
Mit einer Anapher ("Wir wollen... Wir wollen... Wir glauben...") hämmert er seine wichtigsten Punkte ein: gute Bildung, ein starkes Land und Sicherheit. Diese Wiederholung macht seine Botschaft unvergesslich.
Tipp: Achte bei politischen Reden auf Wörter wie "wir" und "uns" - damit bauen Redner eine emotionale Brücke zum Publikum auf!
Besonders clever ist seine Aufzählung verschiedener Bevölkerungsgruppen - egal ob schwarz, weiß, jung, alt, arm oder reich. Damit spielt er auf den American Dream an, die Vorstellung, dass jeder in Amerika Erfolg haben kann. So macht er seine Rede für wirklich jeden relevant.