Der perfekte Wochenend-Aufbruch
Freitags um halb acht ist endlich alles gepackt und bereit für das Wochenende im Landhaus. Martha hat wie immer den ganzen Stress - Auto packen, Kinder fertig machen, Betten abziehen, Wäsche anstellen. Sie arbeitet als Marktforscherin, kommt um 18:12 Uhr mit dem Bus nach Hause und hetzt dann drei Stunden lang durch die Gegend, um alles für die Familie vorzubereiten.
Martin hingegen entspannt vor dem Fernseher und schaltet ihn erst aus, wenn wirklich alles fertig ist. Dann steigt er ins Auto und fährt - Martha kann nämlich nicht mehr fahren, weil ihr der Führerschein wegen Trunkenheit am Steuer entzogen wurde. Ironisch, denn eigentlich trinkt sie kaum, weil sie ständig damit beschäftigt ist, anderen Drinks zu servieren und deren Gläser zu spülen.
Die Fahrt wird zur Tortur, weil Martin sich über Marthas altes Auto lustig macht: "Na komm schon, du alte Kiste! Du bist zu alt, das ist dein Problem." Martha nimmt diese Kommentare persönlich - sie fühlt sich selbst zu alt und zu breit in den Hüften.
Wichtig zu wissen: Die Geschichte spielt in den 1980ern, als traditionelle Geschlechterrollen noch viel starrer waren. Trotzdem arbeitet Martha - aber die ganze Hausarbeit bleibt trotzdem an ihr hängen.










