"To Kill a Mockingbird" ist einer der wichtigsten amerikanischen Romane...
To Kill a Mockingbird: Zusammenfassender Lernzettel fürs Englisch LK Abitur (Q1)










Die Hauptfiguren und ihre Entwicklung
Scout ist eure Protagonistin - ein neugieriges 8-jähriges Mädchen namens Jean Louise Finch. Sie hasst die Schule, ist super intelligent und wächst ohne Mutter auf. Das Coole an Scout ist, wie sie sich durch die Geschichte entwickelt und von verschiedenen Erwachsenen geprägt wird.
Atticus, ihr Vater, ist der moralische Kompass des Romans. Als Anwalt glaubt er fest daran, dass alle Menschen gleich behandelt werden sollten - egal welche Hautfarbe sie haben. Er bringt Scout bei, rational zu denken und anderen mit Respekt zu begegnen.
Dann gibt es noch Calpurnia, die schwarze Haushälterin, die Scout Gleichberechtigung und Moral lehrt. Auf der anderen Seite steht Tante Alexandra, die möchte, dass Scout sich wie eine "Southern Belle" benimmt. Diese unterschiedlichen Einflüsse formen Scouts Weltanschauung.
Merktipp: Scout lernt von jedem Charakter etwas anderes über das Leben - das macht ihre Entwicklung so realistisch und nachvollziehbar.

Die wichtigsten Nebenfiguren
Jem ist Scouts vier Jahre älterer Bruder, der ebenfalls eine wichtige Entwicklung durchmacht. Mit 13 Jahren erlebt er die Ungerechtigkeit des Gerichtsprozesses besonders intensiv. Sein gebrochener Arm wird zum Symbol für die Verletzungen, die Vorurteile anrichten.
Boo Radley ist der mysteriöse Nachbar, der nie das Haus verlässt. Die Kinder sind fasziniert von ihm und erfinden wilde Geschichten über ihn. Boo wird später zum unerwarteten Helden der Geschichte.
Tom Robinson ist der schwarze Mann, der fälschlicherweise der Vergewaltigung angeklagt wird. Sein Schicksal zeigt die brutale Realität des Rassismus in den amerikanischen Südstaaten.
Die Ewells repräsentieren das "weiße Trash" - sie sind arm, ungebildet und voller Vorurteile. Bob Ewell wird zum Hauptantagonisten, während seine Tochter Mayella sowohl Opfer als auch Mittäterin ist.
Wichtig: Jede Figur steht für eine bestimmte Gesellschaftsschicht und deren Probleme in den 1930er Jahren.

Die Cunninghams und weitere Charaktere
Die Cunninghams zeigen ein anderes Gesicht der Armut. Sie sind zwar bettelarm wegen der Great Depression, aber sie haben Würde und Stolz. Walter Cunningham Jr. kann sich kein Schulessen leisten und muss seinem Vater auf der Farm helfen, anstatt zur Schule zu gehen.
Calpurnia nimmt eine besondere Position ein: Als schwarze Haushälterin ist sie gebildeter als die meisten anderen Schwarzen ihrer Zeit. Sie spricht perfektes Englisch und fungiert als Brücke zwischen der weißen und schwarzen Gemeinschaft.
Diese Charaktere zeigen die komplexe Sozialstruktur des amerikanischen Südens. Es geht nicht nur um schwarz und weiß, sondern auch um Klasse, Bildung und wirtschaftliche Verhältnisse.
Analysehilfe: Achtet darauf, wie Harper Lee verschiedene Arten von Armut und gesellschaftlichen Problemen durch diese Familien darstellt.

Teil 1: Kindheit und Geheimnisse
Die Geschichte beginnt in Maycomb, Alabama in den 1930er Jahren. Scout erzählt rückblickend von ihrer Kindheit mit Bruder Jem und Freund Dill. Ihr größtes Abenteuer ist das Rätsel um Boo Radley, den mysteriösen Nachbaren.
Die Kinder finden immer wieder kleine Geschenke im Baum vor Boos Haus - Kaugummi, geschnitzte Figuren und andere Überraschungen. Diese Details zeigen, dass Boo die Kinder heimlich beobachtet und mag.
Scout hasst die Schule und kämpft mit anderen Kindern, die ihren Vater beleidigen. Atticus übernimmt die Verteidigung von Tom Robinson, was viele weiße Bürger empört. Er erklärt Scout, dass er nach seinem Gewissen handeln muss.
Ein wichtiger Moment ist, als Atticus den Kindern Luftgewehre schenkt, aber warnt: "Erschießt keine Spottdrosseln" - diese Metapher wird zum zentralen Symbol des Romans.
Symbolik verstehen: Die Spottdrossel steht für Unschuld und Güte - genau wie Tom Robinson und Boo Radley.

Teil 2: Der Prozess und seine Folgen
Der Gerichtsprozess bildet das Herzstück des Romans. Tom Robinson wird beschuldigt, Mayella Ewell vergewaltigt zu haben. Obwohl Atticus beweisen kann, dass Tom unschuldig ist (sein linker Arm ist verkrüppelt, die Verletzungen deuten auf einen Linkshänder hin), wird er trotzdem verurteilt.
Die all-weiße Jury verurteilt Tom trotz mangelnder Beweise. Das zeigt die tiefen Rassismusstrukturen der damaligen Zeit. Tom verliert den Glauben an Gerechtigkeit und wird beim Fluchtversuch erschossen.
Nach dem Prozess rächt sich Bob Ewell an Atticus, indem er Scout und Jem angreift. Boo Radley rettet die Kinder und tötet Bob Ewell dabei. Sheriff Tate vertuscht dies, um den schüchternen Boo zu schützen.
Am Ende führt Scout Boo nach Hause und versteht endlich: Manchmal sind die Menschen, vor denen wir Angst haben, eigentlich diejenigen, die uns beschützen.
Thema Gerechtigkeit: Der Roman zeigt, dass wahre Gerechtigkeit nicht immer vor Gericht stattfindet, sondern in menschlichem Anstand.

Historischer Hintergrund und Jim-Crow-Gesetze
Harper Lee schrieb den Roman 1960, aber er spielt in den 1930er Jahren - einer Zeit der Jim-Crow-Gesetze. Diese Gesetze legalisierten die Rassentrennung im amerikanischen Süden für fast 100 Jahre.
Die Great Depression (1929-1939) verschärfte die sozialen Probleme zusätzlich. Familien wie die Cunninghams und Ewells leiden unter Arbeitslosigkeit und Armut. Die Arbeitslosigkeit stieg zeitweise auf 25%.
Schwarze Menschen waren doppelt benachteiligt: Sie litten unter der Wirtschaftskrise UND unter systematischer Diskriminierung. Getrennte Schulen, Restaurants und sogar Trinkbrunnen waren normal.
Harper Lee wuchs selbst in Alabama auf und erlebte diese Segregation hautnah mit. Ihr Roman ist teilweise autobiografisch - sie verarbeitete ihre eigenen Kindheitserfahrungen.
Historisches Verständnis: Die 1930er waren geprägt von extremer Ungerechtigkeit - sowohl wirtschaftlich als auch rassistisch.

Die Situation der Schwarzen und das "Southern Belle" Ideal
In Maycomb herrscht strikte Rassentrennung: Schwarze und Weiße dürfen nicht zusammen zur Schule gehen, nicht zusammen essen oder heiraten. Schwarze Menschen müssen Weiße immer respektvoll behandeln, auch wenn sie selbst schlecht behandelt werden.
Das "Southern Belle" Ideal zeigt, wie Frauen damals leben sollten: jung, weiß, reich, schön und sittsam. Tante Alexandra will Scout zu einer solchen "Dame" erziehen, aber Scout rebelliert dagegen.
Tom Robinsons Schicksal zeigt die brutale Realität: Ein schwarzer Mann hatte gegen eine weiße Frau keine Chance vor Gericht - egal wie eindeutig seine Unschuld war. Die Hautfarbe entschied über Schuld oder Unschuld.
Erst 1964 wurden die Jim-Crow-Gesetze offiziell abgeschafft, und interraciale Ehen waren erst 1967 überall legal. Harper Lees Roman war ein wichtiger Baustein im Kampf für Bürgerrechte.
Gesellschaftskritik: Lee zeigt, wie sowohl Rassismus als auch starre Geschlechterrollen Menschen einschränken und verletzen.

Unterschiede zwischen Buch und Film
Die Filmadaption von 1962 ist zwar ein Klassiker, aber sie lässt viele wichtige Elemente weg. Charaktere wie Tante Alexandra, Miss Caroline und Mrs. Dubose fehlen komplett, wodurch Scouts vielschichtige Entwicklung verkürzt wird.
Wichtige Szenen wie Miss Maudies Hausbrand oder die Familienbesuche zu Weihnachten wurden gestrichen. Dadurch verliert die Geschichte viel von ihrer Tiefe und ihrem Coming-of-Age-Charakter.
Der Film fokussiert sich hauptsächlich auf den Gerichtsprozess und Rassismus, während das Buch viel breiter verschiedene Arten von Vorurteilen behandelt. Boo Radleys Geschichte wird stark reduziert.
Die Erzählperspektive ändert sich auch: Im Buch erzählt Scout durchgehend, im Film nur sporadisch. Das macht die persönliche Entwicklung weniger nachvollziehbar.
Medienvergleich: Der Film ist gut, aber das Buch bietet viel mehr psychologische Tiefe und gesellschaftliche Komplexität.

Zentrale Themen und Bedeutung
"To Kill a Mockingbird" behandelt Coming-of-Age als Hauptthema: Scout lernt, dass die Welt nicht schwarz-weiß ist, sondern voller Grautöne. Sie entwickelt sich von einem naiven Kind zu einer nachdenklichen jungen Person.
Vorurteile ziehen sich durch den ganzen Roman - nicht nur Rassismus, sondern auch Klassismus und Ablehnung von "Andersartigen" wie Boo Radley. Harper Lee zeigt, wie Unwissen und Angst zu Ungerechtigkeit führen.
Das Spottdrossel-Symbol verbindet Tom Robinson und Boo Radley: Beide sind unschuldig und werden von der Gesellschaft gejagt oder ausgegrenzt. Sie zu verletzen wäre wie das Töten eines harmlosen Singvogels.
Der Roman bleibt relevant, weil Zivilcourage und der Kampf gegen Ungerechtigkeit zeitlose Themen sind. Atticus zeigt, dass manchmal eine Person den Unterschied machen kann - auch wenn sie zunächst verliert.
Moderne Relevanz: Die Themen Rassismus, Vorurteile und Zivilcourage sind leider immer noch aktuell - das macht den Roman so kraftvoll.
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"To Kill a Mockingbird" ist einer der wichtigsten amerikanischen Romane über Rassismus und Ungerechtigkeit. Harper Lees Geschichte spielt in den 1930er Jahren in Alabama und zeigt, wie die kleine Scout Finch durch die Augen ihres mutigen Vaters Atticus lernt, was...

Die Hauptfiguren und ihre Entwicklung
Scout ist eure Protagonistin - ein neugieriges 8-jähriges Mädchen namens Jean Louise Finch. Sie hasst die Schule, ist super intelligent und wächst ohne Mutter auf. Das Coole an Scout ist, wie sie sich durch die Geschichte entwickelt und von verschiedenen Erwachsenen geprägt wird.
Atticus, ihr Vater, ist der moralische Kompass des Romans. Als Anwalt glaubt er fest daran, dass alle Menschen gleich behandelt werden sollten - egal welche Hautfarbe sie haben. Er bringt Scout bei, rational zu denken und anderen mit Respekt zu begegnen.
Dann gibt es noch Calpurnia, die schwarze Haushälterin, die Scout Gleichberechtigung und Moral lehrt. Auf der anderen Seite steht Tante Alexandra, die möchte, dass Scout sich wie eine "Southern Belle" benimmt. Diese unterschiedlichen Einflüsse formen Scouts Weltanschauung.
Merktipp: Scout lernt von jedem Charakter etwas anderes über das Leben - das macht ihre Entwicklung so realistisch und nachvollziehbar.

Die wichtigsten Nebenfiguren
Jem ist Scouts vier Jahre älterer Bruder, der ebenfalls eine wichtige Entwicklung durchmacht. Mit 13 Jahren erlebt er die Ungerechtigkeit des Gerichtsprozesses besonders intensiv. Sein gebrochener Arm wird zum Symbol für die Verletzungen, die Vorurteile anrichten.
Boo Radley ist der mysteriöse Nachbar, der nie das Haus verlässt. Die Kinder sind fasziniert von ihm und erfinden wilde Geschichten über ihn. Boo wird später zum unerwarteten Helden der Geschichte.
Tom Robinson ist der schwarze Mann, der fälschlicherweise der Vergewaltigung angeklagt wird. Sein Schicksal zeigt die brutale Realität des Rassismus in den amerikanischen Südstaaten.
Die Ewells repräsentieren das "weiße Trash" - sie sind arm, ungebildet und voller Vorurteile. Bob Ewell wird zum Hauptantagonisten, während seine Tochter Mayella sowohl Opfer als auch Mittäterin ist.
Wichtig: Jede Figur steht für eine bestimmte Gesellschaftsschicht und deren Probleme in den 1930er Jahren.

Die Cunninghams und weitere Charaktere
Die Cunninghams zeigen ein anderes Gesicht der Armut. Sie sind zwar bettelarm wegen der Great Depression, aber sie haben Würde und Stolz. Walter Cunningham Jr. kann sich kein Schulessen leisten und muss seinem Vater auf der Farm helfen, anstatt zur Schule zu gehen.
Calpurnia nimmt eine besondere Position ein: Als schwarze Haushälterin ist sie gebildeter als die meisten anderen Schwarzen ihrer Zeit. Sie spricht perfektes Englisch und fungiert als Brücke zwischen der weißen und schwarzen Gemeinschaft.
Diese Charaktere zeigen die komplexe Sozialstruktur des amerikanischen Südens. Es geht nicht nur um schwarz und weiß, sondern auch um Klasse, Bildung und wirtschaftliche Verhältnisse.
Analysehilfe: Achtet darauf, wie Harper Lee verschiedene Arten von Armut und gesellschaftlichen Problemen durch diese Familien darstellt.

Teil 1: Kindheit und Geheimnisse
Die Geschichte beginnt in Maycomb, Alabama in den 1930er Jahren. Scout erzählt rückblickend von ihrer Kindheit mit Bruder Jem und Freund Dill. Ihr größtes Abenteuer ist das Rätsel um Boo Radley, den mysteriösen Nachbaren.
Die Kinder finden immer wieder kleine Geschenke im Baum vor Boos Haus - Kaugummi, geschnitzte Figuren und andere Überraschungen. Diese Details zeigen, dass Boo die Kinder heimlich beobachtet und mag.
Scout hasst die Schule und kämpft mit anderen Kindern, die ihren Vater beleidigen. Atticus übernimmt die Verteidigung von Tom Robinson, was viele weiße Bürger empört. Er erklärt Scout, dass er nach seinem Gewissen handeln muss.
Ein wichtiger Moment ist, als Atticus den Kindern Luftgewehre schenkt, aber warnt: "Erschießt keine Spottdrosseln" - diese Metapher wird zum zentralen Symbol des Romans.
Symbolik verstehen: Die Spottdrossel steht für Unschuld und Güte - genau wie Tom Robinson und Boo Radley.

Teil 2: Der Prozess und seine Folgen
Der Gerichtsprozess bildet das Herzstück des Romans. Tom Robinson wird beschuldigt, Mayella Ewell vergewaltigt zu haben. Obwohl Atticus beweisen kann, dass Tom unschuldig ist (sein linker Arm ist verkrüppelt, die Verletzungen deuten auf einen Linkshänder hin), wird er trotzdem verurteilt.
Die all-weiße Jury verurteilt Tom trotz mangelnder Beweise. Das zeigt die tiefen Rassismusstrukturen der damaligen Zeit. Tom verliert den Glauben an Gerechtigkeit und wird beim Fluchtversuch erschossen.
Nach dem Prozess rächt sich Bob Ewell an Atticus, indem er Scout und Jem angreift. Boo Radley rettet die Kinder und tötet Bob Ewell dabei. Sheriff Tate vertuscht dies, um den schüchternen Boo zu schützen.
Am Ende führt Scout Boo nach Hause und versteht endlich: Manchmal sind die Menschen, vor denen wir Angst haben, eigentlich diejenigen, die uns beschützen.
Thema Gerechtigkeit: Der Roman zeigt, dass wahre Gerechtigkeit nicht immer vor Gericht stattfindet, sondern in menschlichem Anstand.

Historischer Hintergrund und Jim-Crow-Gesetze
Harper Lee schrieb den Roman 1960, aber er spielt in den 1930er Jahren - einer Zeit der Jim-Crow-Gesetze. Diese Gesetze legalisierten die Rassentrennung im amerikanischen Süden für fast 100 Jahre.
Die Great Depression (1929-1939) verschärfte die sozialen Probleme zusätzlich. Familien wie die Cunninghams und Ewells leiden unter Arbeitslosigkeit und Armut. Die Arbeitslosigkeit stieg zeitweise auf 25%.
Schwarze Menschen waren doppelt benachteiligt: Sie litten unter der Wirtschaftskrise UND unter systematischer Diskriminierung. Getrennte Schulen, Restaurants und sogar Trinkbrunnen waren normal.
Harper Lee wuchs selbst in Alabama auf und erlebte diese Segregation hautnah mit. Ihr Roman ist teilweise autobiografisch - sie verarbeitete ihre eigenen Kindheitserfahrungen.
Historisches Verständnis: Die 1930er waren geprägt von extremer Ungerechtigkeit - sowohl wirtschaftlich als auch rassistisch.

Die Situation der Schwarzen und das "Southern Belle" Ideal
In Maycomb herrscht strikte Rassentrennung: Schwarze und Weiße dürfen nicht zusammen zur Schule gehen, nicht zusammen essen oder heiraten. Schwarze Menschen müssen Weiße immer respektvoll behandeln, auch wenn sie selbst schlecht behandelt werden.
Das "Southern Belle" Ideal zeigt, wie Frauen damals leben sollten: jung, weiß, reich, schön und sittsam. Tante Alexandra will Scout zu einer solchen "Dame" erziehen, aber Scout rebelliert dagegen.
Tom Robinsons Schicksal zeigt die brutale Realität: Ein schwarzer Mann hatte gegen eine weiße Frau keine Chance vor Gericht - egal wie eindeutig seine Unschuld war. Die Hautfarbe entschied über Schuld oder Unschuld.
Erst 1964 wurden die Jim-Crow-Gesetze offiziell abgeschafft, und interraciale Ehen waren erst 1967 überall legal. Harper Lees Roman war ein wichtiger Baustein im Kampf für Bürgerrechte.
Gesellschaftskritik: Lee zeigt, wie sowohl Rassismus als auch starre Geschlechterrollen Menschen einschränken und verletzen.

Unterschiede zwischen Buch und Film
Die Filmadaption von 1962 ist zwar ein Klassiker, aber sie lässt viele wichtige Elemente weg. Charaktere wie Tante Alexandra, Miss Caroline und Mrs. Dubose fehlen komplett, wodurch Scouts vielschichtige Entwicklung verkürzt wird.
Wichtige Szenen wie Miss Maudies Hausbrand oder die Familienbesuche zu Weihnachten wurden gestrichen. Dadurch verliert die Geschichte viel von ihrer Tiefe und ihrem Coming-of-Age-Charakter.
Der Film fokussiert sich hauptsächlich auf den Gerichtsprozess und Rassismus, während das Buch viel breiter verschiedene Arten von Vorurteilen behandelt. Boo Radleys Geschichte wird stark reduziert.
Die Erzählperspektive ändert sich auch: Im Buch erzählt Scout durchgehend, im Film nur sporadisch. Das macht die persönliche Entwicklung weniger nachvollziehbar.
Medienvergleich: Der Film ist gut, aber das Buch bietet viel mehr psychologische Tiefe und gesellschaftliche Komplexität.

Zentrale Themen und Bedeutung
"To Kill a Mockingbird" behandelt Coming-of-Age als Hauptthema: Scout lernt, dass die Welt nicht schwarz-weiß ist, sondern voller Grautöne. Sie entwickelt sich von einem naiven Kind zu einer nachdenklichen jungen Person.
Vorurteile ziehen sich durch den ganzen Roman - nicht nur Rassismus, sondern auch Klassismus und Ablehnung von "Andersartigen" wie Boo Radley. Harper Lee zeigt, wie Unwissen und Angst zu Ungerechtigkeit führen.
Das Spottdrossel-Symbol verbindet Tom Robinson und Boo Radley: Beide sind unschuldig und werden von der Gesellschaft gejagt oder ausgegrenzt. Sie zu verletzen wäre wie das Töten eines harmlosen Singvogels.
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