Was ist Diabetes und welche Typen gibt es?
Diabetes mellitus ist eine chronische Erkrankung, bei der dein Körper den Blutzucker nicht richtig regulieren kann. Das Ergebnis: Der Glukosespiegel im Blut ist dauerhaft zu hoch, weil entweder zu wenig Insulin produziert wird oder die Zellen nicht richtig darauf reagieren.
Typ-2-Diabetes macht etwa 90% aller Fälle aus und tritt meist zwischen dem 60. und 70. Lebensjahr auf. Das Problem hier: Deine Muskelzellen werden insulinresistent - sie reagieren schlechter auf das Hormon Insulin. Die Bauchspeicheldrüse produziert zunächst noch normal Insulin, aber die Zellen lassen weniger Glukose rein.
Dein Körper versucht das zu kompensieren, indem er mehr Insulin produziert. Irgendwann schafft die Bauchspeicheldrüse das nicht mehr - es entsteht ein relativer Insulinmangel. Risikofaktoren sind Übergewicht, falsche Ernährung, Bewegungsmangel und genetische Veranlagung.
Wichtig zu wissen: Typ-2-Diabetes entwickelt sich oft schleichend mit unspezifischen Symptomen wie Müdigkeit und Leistungsminderung - deshalb wird er oft spät erkannt!
Die Diagnose erfolgt hauptsächlich über Blutzuckermessungen. Nüchternwerte über 126mg/dl oder Tageswerte über 200mg/dl sind beweisend. Der HbA1c-Wert zeigt dir das "Blutzuckergedächtnis" der letzten 8 Wochen.