Das Salutogenese-Modell nach Antonovsky
Aaron Antonovsky stellte in den 1960er Jahren eine revolutionäre Frage: Warum bleiben manche Menschen unter extremen Bedingungen gesund, während andere krank werden? Seine Studien mit Holocaust-Überlebenden zeigten, dass jede Frau völlig unterschiedlich mit den traumatischen Erlebnissen umging.
Das Kohärenzgefühl ist das Herzstück der Salutogenese und besteht aus drei Komponenten: Sinnhaftigkeit (dein Handeln hat einen Zweck), Verstehbarkeit (du kannst Situationen einordnen) und Handhabbarkeit (du glaubst, Herausforderungen meistern zu können). Je stärker diese drei Aspekte sind, desto besser kannst du mit Stress umgehen.
Der entscheidende Unterschied zum biomedizinischen Modell: Hier geht's nicht um "Was macht mich krank?", sondern um "Was hält mich gesund?" Gesundheit wird als dynamischer Prozess verstanden, nicht als fester Zustand.
Wichtig: Das Kohärenzgefühl entwickelt sich hauptsächlich im Jugendalter - also genau jetzt bei euch!