Adipositas - Definition und Grundlagen
Stell dir vor, dein Körper wäre ein Bankkonto: Adipositas entsteht, wenn du dauerhaft mehr "einzahlst" (isst) als du "abhebst" (verbrauchst). Adipöse Menschen haben eine erhöhte Fettmasse, die langfristig zu chronischen Erkrankungen führen kann.
Bei der Fettverteilung gibt es zwei Haupttypen: Der Apfeltyp (androide Adipositas) sammelt Fett am Bauch und ist häufiger bei Männern (80%) - hier ist das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen besonders hoch. Der Birnentyp (gynoide Adipositas) lagert Fett an Hüfte und Oberschenkeln und betrifft hauptsächlich Frauen (85%) mit geringerem Gesundheitsrisiko.
Die Ursachen sind vielfältig: Neben der genetischen Veranlagung spielen Leptinresistenz (kein Sättigungsgefühl), Ernährungsgewohnheiten, Bewegungsmangel und psychische Probleme eine Rolle. Besonders interessant ist die Selfish-Brain-Theorie: Dein Gehirn konkurriert egoistisch mit anderen Organen um Energie und kann dadurch den Appetit steigern.
Merktipp: Der BMI berechnet sich aus Körpergewicht (kg) ÷ (Körpergröße in m)². Ab einem BMI von 30 spricht man von Adipositas.



