Grundlagen der Tugendethik
Die Tugendethik nach Aristoteles versteht sich als Lehre vom guten und gelingenden Leben. Anders als die moderne Ethik, die sich oft nur auf ethische Konfliktfälle konzentriert, betrachtet die antike Ethik das gesamte Leben als eine Art Lebenskunst.
Für Aristoteles ist das Glück (Eudaimonia) das letzte Ziel des Lebens. Er betont: "Das Glück erwählen wir stets um seiner selbst willen und niemals zu einem darüber hinaus liegenden Zweck." Glück ist also das höchste Gut (summum bonum), das wir nur um seiner selbst willen anstreben.
Wahres Glück unterscheidet sich vom kurzzeitigen "Dopaminrausch". Es entsteht durch die Erfüllung von Leidenschaften, das Erreichen selbstgesetzter Ziele und vor allem durch sinnstiftende Tätigkeiten. Die Flow-Theorie zeigt, dass wir besonders glücklich sind, wenn wir sinnvolle Aufgaben mit dem richtigen Schwierigkeitsgrad bewältigen.
Aha-Moment: Glück ist relativ zum gefühlten "Normalwert" - wer seine Erwartungen an einen niedrigeren Normalwert anpasst, kann paradoxerweise glücklicher sein als jemand, der ständig nach immer mehr strebt!








