Rawls' Grundproblem und der Gesellschaftsvertrag
Warum ist unsere Welt oft so ungerecht? Rawls erkannte ein fundamentales Dilemma: Die Reichen und Mächtigen profitieren vom Status quo und wollen nichts ändern. Die Armen würden von mehr Gerechtigkeit profitieren, haben aber keine politische Macht.
Seine Lösung heißt Kontraktualismus - eine Alternative zum Utilitarismus. Die Grundidee: Freie und gleiche Menschen einigen sich freiwillig auf Regeln, die dann für alle gelten. Sie schließen einen theoretischen Gesellschaftsvertrag miteinander ab.
Das Ziel ist klar: Eine geordnete Gesellschaft schaffen, in der jeder nach seinen Fähigkeiten seinen Platz findet. Dabei müssen die Regeln für das Zusammenleben fair und für alle akzeptabel sein. Rawls entwickelte dafür ein geniales Gedankenexperiment.
Denk daran: Rawls' Kontraktualismus geht davon aus, dass Menschen aus rationalem Eigeninteresse heraus gerechte Regeln wählen würden - wenn sie nicht wissen, welche Position sie später in der Gesellschaft haben werden.




