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Lernzettel für die zweite Klausur in meinem Politik Leistungskurs zum Thema Medien und Partizipation (8 Seiten)

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 Politik Klausur Nr. 2 Lernzettel
Funktionen von Partizipation:
Artikulation
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Erhalten die Bürger die Möglichkeit, ihre Interessen öffen fr

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Themen: -Funktionen Partizipation -Definitionen von Populismus, Volkssouveränität, Medialisierung -Zustand der repräsentativen Demokratie & wie die digitale Partizipation dazu beiträgt -Zyklus der Medienaufmerksamkeit -Funktionen v. Medien...

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Politik Klausur Nr. 2 Lernzettel Funktionen von Partizipation: Artikulation ● Erhalten die Bürger die Möglichkeit, ihre Interessen öffen frei zu äußerr bzw. einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen? (frei äußern) Integration Erhalten alle Bürger angemessene, angesichts ihrer jeweiligen Lebenssituation realistische Beteiligungsmöglichkeiten? Können sich alle Bürger als Teil des demokratischen Systems verstehen? (Identifikation) Kontrolle (der Entscheidungsträger) - Haben die Bürger – über die klassische Gewaltenteilung hinaus – die Möglichkeit das Handeln politischer und wirtschaftlicher Entscheidungsträger zu kontrollieren? Repräsentation (Parlamente im Entscheidungsgremium) Werden die Bürgerinteressen in den politischen Institutionen bzw. Partizipationsformen angemessen vertreten? Wird sich auch für die Interessen von Minderheiten eingesetzt? Legitimation (des demokratischen Staates) Art. 21 Populismus Politikstil, der personalisiert, vereinfacht, polarisiert (statt Kompromisse zu suchen) um Stimmungen in der Bevölkerung aufzugreifen, zu verstärken, um dadurch einer bestimmten Gruppe/ einer Person zu mehr Macht/Einfluss (Wahlerfolg) zu verhelfen. Populisten (von lat. „Populus“= das Volk) behaupten, die Mehrheit hinter sich zu wissen. Häufig schließen sich „benachteiligt“, nicht mehr repräsentiert fühlende Menschen Populisten an. Volkssouveränität Alle staatliche Gewalt muss vom Volk legitimiert sein. Sie wird vom Volk in Wahlen und Abstimmungen vergeben (an die Repräsentanten im Parlament und örtlichen Behörden) Grundlegendes demokratisches Prinzip, nach dem im Staat die oberste Gewalt (= Souveränität) vom Volk ausgeht. Die Volkssouveränität ist im Grundgesetz verankert [Art. 20 GG] und kommt dadurch zum Ausdruck, dass das Volk durch Wahlen direkt oder indirekt seine Regierung, seine Gesetze und seine Richter selbst bestimmt....

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contra Pro Kann digitale Partizipation die repräsentative Demokratie stärken? Zustand der repräsentativen Demokratie: • Beziehung zwischen politischen Eliten und der Bürgerschaft ist nachhaltig gestört Klassische Volks- und Großparteien haben die Bindungskraft in der Gesellschaft verloren ● ● ● ● ● ● ● ● Wahlbeteiligungsraten sind rückläufig Vertrauen in die Regelungskraft aller ,etablierter" Politik zurückgegangen Viele Institutionen der repräsentativen Systeme verlieren an Bedeutung und Legitimationskraft ● Forderung nach „plebiszitären" Elementen findet eine wachsende Anhängerschaft Wie trägt die digitale Partizipation zu diesem Zustand bei: Anzeichen von politischer Abstinenz und Apathie, wache Bereitschaft zum Protest Bedeutungs- und Legitimationsschwund der Kerninstitutionen des repräsentativen Systems → Mangels an Beteiligungsformen (Wahlen, Parteien, Parlamente, Regierungen) Konstitutionelle Sphäre der Demokratie (eigentliche Kern) ist deutlich geschwächt Außerkonstitutionelle Sphäre der Demokratie hat an Gewicht gewonnen → Verlangen nach mehr direkter Demokratie Prozess hält an und hat sich mit den medialen und digitalen zugespitzt Mediale Politikpräsentation bringt mehr hysterische Aufregungskonjunktur hervor, als Maßstäbe zur Beurteilung komplexer Sachverhalte Erfolg des Internets hat die Fundamente des demokratischen Systems in zwiespältiger Weise beeinflusst → neue Chancen und Foren politischer Information und Beteiligung geöffnet und auch genutzt → wachsende Erscheinung von Flüchtigkeit und Maßstabslosigkeit Bedürfnisse nach Unterhaltung und Konsum treten stärker in den Vordergrund Möglichkeit für netzgestützte Diskussionsforen wurden geschaffen → politische Repräsentanten greifen auf diese zurück um Anhänger zu mobilisieren → Internetnutzer suchen nach Gleichgesinnten Fragmentierung Politische Vernetzung im Netzt ist mit neuen Beteiligungschancen verbunden Neue Varianten der Basisdemokratie Plebiszite verschieben die Balancen zwischen Volk, Parlamente und Regierung ➜ kann das Handeln von Parlamenten beeinflussen und die Spielregeln des parteipolitischen Wettbewerbs verändern → Monopolstellung der Parteien im politischen Wettbewerb erschüttern, diese wurde aber eigentlich schon an Medien und andere zivilgesellschaftliche Akteure abgegeben → bestimmen die politische Agenda Bleiben Plebiszite die große Ausnahme, beschränkt auf wenige grundsätzliche Fragen, würde sich an der Funktionsweise des parlamentarischen Repräsentativsystems nicht viel ändern → Nutzung dieses Instruments kann die Rolle von Parteien und Parlamenten weiter verschieben → Damit würden Plebiszite nur institutionell verlängern (geschieht längst) → Begrenzung der Macht von Parlamenten und Parteien durch allumfassende Transparenz und mediales agenda setting Weiterer Schritt auf dem Weg in eine „nachklassische" Demokratie, in dem die außerkonstitutionellen Elemente stärker und die konstitutionellen Elemente schwächer werden Gewinn an Transparenz und Partizipationschancen ein weiterer Verlust an politischer Legitimation und Steuerungskompetenz gegenüberstehen wird Unübersichtlichkeit und Fragmentierung werden zunehmen Ob das im Ergebnis die Demokratie als Selbstregierung des Volkes wirklich stärken wird, kann durchaus bezweifelt werden. ● ● -> sein Fazit Frage: Führt mehr Partizipation durch plebiszitäre Elemente und digitale Medien zu mehr Fragmentierung, Legitimationsverlust und Handlungsunfähigkeiten der Institutionen (letztlich zu System-/Staatsversagen) ODER Wird durch mediengestützte politische Entscheidungsfindungen mehr direkte Demokratie das System gefährden? Medien → Die Internetnutzung hat enorm zugenommen, sowie der Medienkonsum Jugendlicher. Mediennutzung der 12-19 Jährigen in Deutschland Mediennutzung: 1. Internet - täglich 89% ; mehrmals pro Woche 8% 2. Smartphone - täglich 93%; mehrmals pro Woche 4% 3. Musik hören - täglich 83% ; mehrmals pro Woche 12% Liebste Internetangebote: 1. YouTube 2. WhatsApp 3. Instagram - Mädchen 55% - Jungen 69% - Mädchen 50% - Jungen 30% - Mädchen 37% - Jungen 17% Wie wird Politik medial inszeniert? (S.55-58) Erläutern sie das Phänomen der „Medialisierung" von Politik und Gesellschaft. (M1) Ohne Medien und die durch sie hergestellte Öffentlichkeit wäre es ungemein schwierig, Kenntnis von politischen Ereignissen und Vorgängen zu bekommen Wichtigster Informationskanal ⇒ Menschen wenden sich dem vermehrt zu und verbringen mehr Zeit mit den Medien Medien werden zur politischen Bühne → um Gehör und Aufmerksamkeit zu erreichen Medienrealität wirkt erheblich auf die soziale und politische Realität ein Medien regeln den Zugang von politischen Akteuren zur Öffentlichkeit Medien lenken die Aufmerksamkeit auf einzelne Themen und Personen Zyklus der Medienaufmerksamkeit (issue attention cycle) 1. Vor Problemphase 2. Alarmistische Phase (Entdeckung durch Massenmedien) 5. Verfall zum Randthema (Raum für ein neues Thema mit Phase 1) 3. (kontroverse) Lösungsstrategien erkennbar 4. abnehmendes öffentliches Interesse Wird ein Thema im Rahmen des „Zyklus der Medienaufmerksamkeit“ als besonders „heiß“ empfunden, so stehen die Chancen auf mediale Berichterstattung gut. Ist ein Thema dagegen bereits „durch“, so werden Proteste in dieser Sache selbst dann ignoriert, wenn sie faktisch (noch) zunehmen. Beschreiben Sie unterschiedliche Strategien, die Parteien und Protestgruppen anwenden, um mediale Aufmerksamkeit zu erregen. (M1, M3, M4) Parteien: ● Problemen Arbeiten mit Werbe- und Kommunikationsunternehmern zusammen ● Professionalisierung Kommunikationsstrategien und Formen der Selbstpräsentation entwickelt Themen- und Ereignismanagement Visualisierung ihres politischen Wirkens → Aufbau eines positiven Erscheinungsbildes → Zurückdrängung von Themen, die im politischen Wettbewerb keine Vorteile versprechen → erfolgreiche Platzierung von Kandidierenden → erfolgreiche Durchsetzung der eigenen Themen in der öffentlichen Diskussion → erfolgreiche Negativdarstellung politischer Mitbewerber → Dominanzposition bei der Deutung oder Interpretation von politischen Protestgruppen: ● Konflikthaftigkeit Relativ subjektive Einschätzung Sympathien und Antipathien (einzelner Journalisten über die redaktionelle Linie eines Mediums) ● Platzierung des Protests in einer bestimmten Phase einer Themenwelle ● → Äußeres, Kommunikation, .... ● Auswahlkriterien der Medien 1. Hohe Teilnehmerzahl 2. Hoher Konflikt- bzw. Radikalitätsgrad (insbesondere in Verbindung mit Sach- und Personenschaden) 3. Einzigartigkeit oder kreative Ausgestaltung der Protestform 4. Beteiligung von gesellschaftlich einflussreichen Gruppen bzw. prominenten Personen Medialisierung als Fachbegriff Theoretischer Ansatz in der Kommunikationswissenschaft, mit dem Veränderungen in gesellschaftlichen Bereichen (Sport, Wirtschaft, Politik, ...) dadurch erklärt werden, dass die Kommunikation sich zunehmend an den Zeithorizonten, Selektionsregeln und den Rollenvorgaben der Medien orientiert Sozialer Wandel vollzieht sich auch auf Grund massenmedialer Inhalte und Vorgaben vollzieht

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Zustand der repräsentativen Demokratie: • Beziehung zwischen politischen Eliten und der Bürgerschaft ist nachhaltig gestört Klassische Volks- und Großparteien haben die Bindungskraft in der Gesellschaft verloren ● ● ● ● ● ● ● ● Wahlbeteiligungsraten sind rückläufig Vertrauen in die Regelungskraft aller ,etablierter" Politik zurückgegangen Viele Institutionen der repräsentativen Systeme verlieren an Bedeutung und Legitimationskraft ● Forderung nach „plebiszitären" Elementen findet eine wachsende Anhängerschaft Wie trägt die digitale Partizipation zu diesem Zustand bei: Anzeichen von politischer Abstinenz und Apathie, wache Bereitschaft zum Protest Bedeutungs- und Legitimationsschwund der Kerninstitutionen des repräsentativen Systems → Mangels an Beteiligungsformen (Wahlen, Parteien, Parlamente, Regierungen) Konstitutionelle Sphäre der Demokratie (eigentliche Kern) ist deutlich geschwächt Außerkonstitutionelle Sphäre der Demokratie hat an Gewicht gewonnen → Verlangen nach mehr direkter Demokratie Prozess hält an und hat sich mit den medialen und digitalen zugespitzt Mediale Politikpräsentation bringt mehr hysterische Aufregungskonjunktur hervor, als Maßstäbe zur Beurteilung komplexer Sachverhalte Erfolg des Internets hat die Fundamente des demokratischen Systems in zwiespältiger Weise beeinflusst → neue Chancen und Foren politischer Information und Beteiligung geöffnet und auch genutzt → wachsende Erscheinung von Flüchtigkeit und Maßstabslosigkeit Bedürfnisse nach Unterhaltung und Konsum treten stärker in den Vordergrund Möglichkeit für netzgestützte Diskussionsforen wurden geschaffen → politische Repräsentanten greifen auf diese zurück um Anhänger zu mobilisieren → Internetnutzer suchen nach Gleichgesinnten Fragmentierung Politische Vernetzung im Netzt ist mit neuen Beteiligungschancen verbunden Neue Varianten der Basisdemokratie Plebiszite verschieben die Balancen zwischen Volk, Parlamente und Regierung ➜ kann das Handeln von Parlamenten beeinflussen und die Spielregeln des parteipolitischen Wettbewerbs verändern → Monopolstellung der Parteien im politischen Wettbewerb erschüttern, diese wurde aber eigentlich schon an Medien und andere zivilgesellschaftliche Akteure abgegeben → bestimmen die politische Agenda Bleiben Plebiszite die große Ausnahme, beschränkt auf wenige grundsätzliche Fragen, würde sich an der Funktionsweise des parlamentarischen Repräsentativsystems nicht viel ändern → Nutzung dieses Instruments kann die Rolle von Parteien und Parlamenten weiter verschieben → Damit würden Plebiszite nur institutionell verlängern (geschieht längst) → Begrenzung der Macht von Parlamenten und Parteien durch allumfassende Transparenz und mediales agenda setting Weiterer Schritt auf dem Weg in eine „nachklassische" Demokratie, in dem die außerkonstitutionellen Elemente stärker und die konstitutionellen Elemente schwächer werden Gewinn an Transparenz und Partizipationschancen ein weiterer Verlust an politischer Legitimation und Steuerungskompetenz gegenüberstehen wird Unübersichtlichkeit und Fragmentierung werden zunehmen Ob das im Ergebnis die Demokratie als Selbstregierung des Volkes wirklich stärken wird, kann durchaus bezweifelt werden. ● ● -> sein Fazit Frage: Führt mehr Partizipation durch plebiszitäre Elemente und digitale Medien zu mehr Fragmentierung, Legitimationsverlust und Handlungsunfähigkeiten der Institutionen (letztlich zu System-/Staatsversagen) ODER Wird durch mediengestützte politische Entscheidungsfindungen mehr direkte Demokratie das System gefährden? Medien → Die Internetnutzung hat enorm zugenommen, sowie der Medienkonsum Jugendlicher. Mediennutzung der 12-19 Jährigen in Deutschland Mediennutzung: 1. Internet - täglich 89% ; mehrmals pro Woche 8% 2. Smartphone - täglich 93%; mehrmals pro Woche 4% 3. Musik hören - täglich 83% ; mehrmals pro Woche 12% Liebste Internetangebote: 1. YouTube 2. WhatsApp 3. Instagram - Mädchen 55% - Jungen 69% - Mädchen 50% - Jungen 30% - Mädchen 37% - Jungen 17% Wie wird Politik medial inszeniert? (S.55-58) Erläutern sie das Phänomen der „Medialisierung" von Politik und Gesellschaft. (M1) Ohne Medien und die durch sie hergestellte Öffentlichkeit wäre es ungemein schwierig, Kenntnis von politischen Ereignissen und Vorgängen zu bekommen Wichtigster Informationskanal ⇒ Menschen wenden sich dem vermehrt zu und verbringen mehr Zeit mit den Medien Medien werden zur politischen Bühne → um Gehör und Aufmerksamkeit zu erreichen Medienrealität wirkt erheblich auf die soziale und politische Realität ein Medien regeln den Zugang von politischen Akteuren zur Öffentlichkeit Medien lenken die Aufmerksamkeit auf einzelne Themen und Personen Zyklus der Medienaufmerksamkeit (issue attention cycle) 1. Vor Problemphase 2. Alarmistische Phase (Entdeckung durch Massenmedien) 5. Verfall zum Randthema (Raum für ein neues Thema mit Phase 1) 3. (kontroverse) Lösungsstrategien erkennbar 4. abnehmendes öffentliches Interesse Wird ein Thema im Rahmen des „Zyklus der Medienaufmerksamkeit“ als besonders „heiß“ empfunden, so stehen die Chancen auf mediale Berichterstattung gut. Ist ein Thema dagegen bereits „durch“, so werden Proteste in dieser Sache selbst dann ignoriert, wenn sie faktisch (noch) zunehmen. Beschreiben Sie unterschiedliche Strategien, die Parteien und Protestgruppen anwenden, um mediale Aufmerksamkeit zu erregen. (M1, M3, M4) Parteien: ● Problemen Arbeiten mit Werbe- und Kommunikationsunternehmern zusammen ● Professionalisierung Kommunikationsstrategien und Formen der Selbstpräsentation entwickelt Themen- und Ereignismanagement Visualisierung ihres politischen Wirkens → Aufbau eines positiven Erscheinungsbildes → Zurückdrängung von Themen, die im politischen Wettbewerb keine Vorteile versprechen → erfolgreiche Platzierung von Kandidierenden → erfolgreiche Durchsetzung der eigenen Themen in der öffentlichen Diskussion → erfolgreiche Negativdarstellung politischer Mitbewerber → Dominanzposition bei der Deutung oder Interpretation von politischen Protestgruppen: ● Konflikthaftigkeit Relativ subjektive Einschätzung Sympathien und Antipathien (einzelner Journalisten über die redaktionelle Linie eines Mediums) ● Platzierung des Protests in einer bestimmten Phase einer Themenwelle ● → Äußeres, Kommunikation, .... ● Auswahlkriterien der Medien 1. Hohe Teilnehmerzahl 2. Hoher Konflikt- bzw. Radikalitätsgrad (insbesondere in Verbindung mit Sach- und Personenschaden) 3. Einzigartigkeit oder kreative Ausgestaltung der Protestform 4. Beteiligung von gesellschaftlich einflussreichen Gruppen bzw. prominenten Personen Medialisierung als Fachbegriff Theoretischer Ansatz in der Kommunikationswissenschaft, mit dem Veränderungen in gesellschaftlichen Bereichen (Sport, Wirtschaft, Politik, ...) dadurch erklärt werden, dass die Kommunikation sich zunehmend an den Zeithorizonten, Selektionsregeln und den Rollenvorgaben der Medien orientiert Sozialer Wandel vollzieht sich auch auf Grund massenmedialer Inhalte und Vorgaben vollzieht