Das sokratische Gespräch
So funktionierte Sokrates' geniale Gesprächstechnik: Er führte lange Monologe mit seinem Gegenüber, die meist mit rhetorischen Fragen endeten. Am Anfang wirkte es so, als wäre der andere Person unwissend - aber das war nur der erste Eindruck.
Im Laufe des Gesprächs drehten sich die Rollen komplett um. Durch geschickte Fragen und Aussagen brachte Sokrates seinen Partner dazu, das eigene Nicht-Wissen zu erkennen. Das Ergebnis? Totale Verwirrung und Erstaunen beim Gesprächspartner.
Diese Verwirrung war aber gewollt! Sokrates wollte neue Erkenntnisse schaffen, indem er Menschen aus ihrer Selbstsicherheit holte. Zwei wichtige Elemente machten seine Methode aus: die Erkenntnis der Unwissenheit und das Stärken von Beobachtungen durch praktische Beispiele aus Handwerksberufen.
Merktipp: Sokrates war wie ein philosophischer Detektiv - er deckte auf, was Menschen eigentlich nicht wussten, obwohl sie dachten, sie wüssten es.