Die Hauptfiguren und ihre Beziehungen
Momo ist ein 11-jähriger jüdischer Junge, der ein ziemlich hartes Leben führt. Er lebt allein mit seinem kalten Vater in einer lieblosen Wohnung, nachdem seine Mutter ihn als Baby verlassen hat. Sein Alltag ist alles andere als kindgerecht - er muss den Haushalt schmeißen und wird ständig mit seinem "perfekten" Bruder Popol verglichen.
Momos Vater ist ein schlecht bezahlter Anwalt, der emotional völlig abgestumpft ist. Das liegt daran, dass seine eigenen Eltern von den Nazis ermordet wurden und er sich schuldig fühlt, überlebt zu haben. Er ist unfähig, seinem Sohn Liebe zu zeigen, was Momo dazu bringt, ihn zu bestehlen - sowohl aus Rache als auch um endlich Aufmerksamkeit zu bekommen.
Monsieur Ibrahim besitzt einen kleinen Laden in der Rue Bleue im jüdischen Viertel von Paris. Als Muslim wird er zunächst von Momo mit Vorurteilen betrachtet und bestohlen. Doch nach dem Tod von Momos Vater adoptiert er den Jungen und wird zu der Vaterfigur, die Momo so dringend braucht.
Wichtig: Die Beziehungen entwickeln sich von Misstrauen zu echter Zuneigung - besonders zwischen Momo und Ibrahim entsteht eine tiefe Vater-Sohn-Bindung.




