Gabriels Porträt und Entwicklung
Als Erwachsener lebt Gabriel mit 33 Jahren in Frankreich in einer anonymen Wohnung. Er reagiert gereizt, wenn man ihn nach seiner Herkunft fragt und bezeichnet sich einfach als "Mensch". In seinen Gedanken kehrt er jedoch immer wieder in sein Heimatland Burundi zurück und entschließt sich schließlich, dorthin zurückzureisen.
Als Kind ist Gabriel unsicher bezüglich seiner Identität und beneidet seinen besten Freund Gino, der sich seiner Herkunft sicher ist. Er möchte weder durch sein Aussehen definiert noch als Tutsi oder Hutu kategorisiert werden. Politik interessiert ihn nicht – teils weil sein Vater es verbietet, teils aus Angst vor der Realität.
Merke dir: Gabriel durchläuft eine bedeutende Entwicklung vom naiven Kind zum vorzeitig erwachsenen Mann, geprägt durch Krieg und Familienprobleme.
Durch seine Liebe zu Büchern beginnt Gabriel, sich selbst besser kennenzulernen. Die Trennung seiner Eltern und die Kriege in Burundi und Ruanda zwingen ihn, schnell erwachsen zu werden. Aus einem Kind, das seine Herkunft verleugnet und in Frankreich isoliert lebt, wird ein Mann, der seine Wurzeln annimmt und nach Burundi zurückkehrt, um wieder Verbindung zu Familie und Freunden aufzubauen.











