Bevölkerungswachstum als Auslöser der Desertifikation im Sahel
Die Bevölkerungsverteilung in Afrika zeigt deutliche regionale Unterschiede:
- Nordafrika: unter 1 Einwohner/km²
- West-/Ost-Zentralafrika: 1-10 Einwohner/km²
- Lokale Hotspots: Süd-Ghana (50-500 Einwohner/km²), Süd-Benin (100-500 Einwohner/km²)
Die Ursachen der Desertifikation im Sahel sind vielfältig und verstärken sich gegenseitig:
- Eine durchgehende dürregefährdete Zone erstreckt sich von West nach Ost
- Überweidung ist besonders im Westen Afrikas problematisch (Nigeria, Burkina Faso, Benin)
- Im Osten (Eritrea, Äthiopien) tritt Überweidung vereinzelt auf
- Wassermangel belastet sowohl West- als auch Ostafrika
Wichtiger Zusammenhang: Überweidung führt zum Verlust der schützenden Vegetationsschicht. Der Boden wird locker und erodiert leichter, während Wassermangel den Boden austrocknet und unfruchtbar macht. Dies führt zu Ernteverlusten und Hungersnöten.
Die Prognosen für die Zukunft sind alarmierend:
- Die Bevölkerung wird bis 2025 drastisch zunehmen
- Die Wasserknappheit wird sich voraussichtlich verdoppeln
- Diese Entwicklung beschleunigt die Desertifikation durch:
- Übernutzung des Bodens
- Verstärkte Bodenerosion
- Verlust der Artenvielfalt
- Beitrag zum Klimawandel



