Der Amazonas und die Agrarkolonisation in Rondônia
Der Amazonas-Regenwald ist nicht nur ein Fluss, sondern ein komplexes Ökosystem, das als "Amazonien" bezeichnet wird. Das gesamte Einzugsgebiet mit seinen zahlreichen Nebenflüssen bildet das Amazonasbecken, ein Gebiet von enormer ökologischer Bedeutung.
In Rondônia, einem brasilianischen Bundesstaat im Nordwesten des Landes, zeigt sich deutlich die Umwandlung von Regenwald in landwirtschaftliche Nutzfläche. Während im Westen und Norden noch weitgehend unberührte Waldgebiete existieren, wurden in der Mitte und im Osten große Flächen für die Landwirtschaft erschlossen. Dies geschah sowohl durch staatliche Landvergabe als auch durch illegale Landnahme.
Das Verkehrsnetz in Rondônia ist gut ausgebaut und erstreckt sich hauptsächlich in Nord-Süd-Richtung. Die Hauptverkehrsstraße verbindet die größeren Städte Porto Velho, Ji-Paraná und Vilhena, und entlang dieser Achse haben sich zahlreiche Siedlungen entwickelt. Zwischen 1975 und 1995 gab es ein besonders starkes Bevölkerungswachstum durch gezielte Besiedlungsmaßnahmen.
Achtung: Der Konflikt zwischen Naturschutz und fortschreitender Landnutzung ist in Rondônia besonders ausgeprägt. Die Schutzgebiete im Süden und Westen stehen unter zunehmendem Druck durch die sich ausdehnende Landwirtschaft.






