Plantagenwirtschaft für den Weltmarkt
Plantagen sind riesige Monokulturen, die von kapitalkräftigen Unternehmen betrieben werden - ein Erbe der Kolonialzeit. Sie spezialisieren sich auf eine einzige Dauerfrucht wie Kaffee, Kakao, Bananen oder Palmöl und produzieren ausschließlich für den Export.
Die Monokultur macht Plantagen extrem anfällig für Schädlinge und Krankheiten. Deshalb brauchen sie massive Mengen an Dünger, Pestiziden und Herbiziden. Die hohe Arbeitsproduktivität wird oft durch niedrige Löhne und schlechte Arbeitsbedingungen erkauft.
Technische Infrastruktur ist entscheidend: Anlagen zum Aufbereiten und Verpacken der Produkte sowie gute Verkehrsanbindung zu Häfen. Die erwirtschafteten Gewinne fließen häufig ins Ausland ab, statt der lokalen Wirtschaft zu nützen.
Typische Plantagenprodukte sind Zucker, Kakao, Kaffee, Baumwolle, Ananas, Bananen, Kautschuk und Palmöl. Immer häufiger gibt es Ansätze, diese Produkte direkt im Anbauland zu verarbeiten, um mehr Wertschöpfung vor Ort zu behalten.
Realität: Nicht alle Plantagenarbeiter werden ausgebeutet - es gibt zunehmend bessere Sozialstandards!